Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Das Coronavirus gehört mittlerweile zu unserem Leben dazu. Geht es nach der Meinung von Experten wird sich das Virus endemisch in den Reigen diverser fieser Erkältungsviren einreihen. Das bedeutet: Trotz Schutzmaßnahmen wird es jeden einmal erwischen. Aber was bedeutet das für uns Sportler?

Sind hier besondere Maßnahmen notwendig oder verhält es sich ähnlich wie bei bereits bekannten Erkrankungen wie der Grippe bzw. grippalen Infekten? Wie lange muss ich mich schonen? Reicht eine Woche aus oder muss ich nach tagelanger Bettruhe ganz langsam wieder anfangen? Wir bringen Licht ins Dunkel und klären die wichtigsten Fragen.

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Warum es so wichtig ist, dich nach einer Coronainfektion zu schützen

Du hast dich nach einer überstandenen Coronainfektion endlich freigetestet und möchtest nun endlich wieder so richtig angreifen? Dann nichts wie ab in die Sportklamotten und ab ins Gym, um Vollgas zu geben, oder? Nein, denn nur weil der Test negativ ausfällt, heißt das noch lange nicht, dass alles wieder im grünen Bereich ist.

Nach einer überstandenen Infektion ist dein Körper noch mit allerhand Reparaturarbeiten beschäftigt. Diese fallen umso größer aus, je stärker deine Symptome waren. Aber auch, wenn du symptomfrei warst, solltest du es langsam angehen lassen. Der Grund ist einfach: Corona kann das Herz schädigen.

Sportmediziner und Kardiologen werden nicht müde zu betonen, dass auch die Gefäße am Herzen vom Coronavirus attackiert werden können. Dies kann selbst bei milden Verläufen bei zu früher Rückkehr zur Belastung zu einer Herzmuskelentzündung führen. In der Folge droht eine Herzmuskelschwäche und schlimmstenfalls der plötzliche Herztod.

Direkt wieder mit hochintensivem Training einzusteigen ist also keine gute Idee. Das ist im Übrigen nichts Neues. Auch nach jeder Erkältung oder Grippe solltest du deinen Körper eigentlich schonen und langsam wieder an die sportliche Belastung heranführen. Man könnte dem Coronavirus also ironischerweise dankbar sein, dass das Thema “Schonen nach Krankheit” mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Wann kann ich wieder mit dem Training anfangen?

Nimm dir eines zu Herzen: Während du positiv bist, ist intensiver Sport absolut tabu. Ob du Symptome hast oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Lege ab dem Tag, an dem du dich erstmals positiv getestet hast, eine Sportpause von mindestens sieben Tagen ein. Erst nach diesen sieben Tagen und einem Negativtest ist überhaupt erst wieder an sportliche Belastung zu denken.

Bist du nach sieben Tagen immer noch positiv auf das Coronavirus getestet, verlängert sich die Zwangspause. Um deinen Körper während der “Positiv-Phase” bestmöglich zu unterstützen, solltest du viel Wasser trinken, ausreichend schlafen und dich sowohl protein- als auch vitaminreich ernähren. Ist diese Phase überstanden, hängt der Zeitplan für den Wiedereinstieg in den Sport vom Verlauf deiner Infektion ab.

Infektion ohne Symptome

Bei einer asymptomatischen Infektion solltest du während der Quarantäne auf intensive Belastung verzichten. Du musst die Zeit aber nicht völlig untätig verbringen. Leichte Stabilisationsübungen und Training auf dem Radergometer im Bereich des Regenerationspulses sind völlig ok. Nach der Quarantäne kannst du langsam wieder mit moderatem Training starten.

Während dieser 7 Tage dauernden Phase solltest du dennoch immer genau auf deinen Körper hören. Bei Signalen von Schwäche oder Herzproblemen ist die Belastung umgehend zu drosseln. Gut 14 Tage nach deinem Negativtestergebnis bist du in der Regel wieder voll belastbar und mit intensivem Training auf der sicheren Seite.

Infektion mit leichten Symptomen bis zum Hals

Hast du Erkältungssymptome, ist Training so lange tabu, bis die Symptome völlig abgeklungen sind. Als “leichte Symptome bis zum Hals” gelten Halsschmerzen, Rachenentzündungen, Geschmacks- und Geruchsstörungen, Kopfschmerzen und die typische Schnupfnase. Sind die Symptome abgeklungen, kannst du deine Belastung stufenweise steigern.

In den ersten fünf bis sieben Tagen ist leichtes Training mit Regenerationspuls angesagt. Danach folgen sieben bis zehn Tage moderates Training. Nach ca. 12 bis 18 Tagen bist du wieder voll belastbar und kannst wieder mit intensivem Training einsteigen. Auch hier gilt wieder: Höre auf die Signale deines Körpers.

Infektion mit leichten Symptomen unterhalb des Halses

Erstrecken sich deine Symptome auch auf die Luftröhre und die Lunge inklusive Fieber über 38 Grad, empfehlen wir dir dringend den Besuch bei deinem Hausarzt. Selbst leichten Sport solltest du hier nur beginnen, wenn du wieder völlig Symptomfrei bist. Das kann im besten Fall 14 Tage, in schlimmeren Fällen aber auf vier bis sechs Wochen dauern.

Ein zu früher Einstieg erhöht das Risiko für eine Herzmuskelentzündung erheblich. Vor einem Wiedereinstieg empfehlen wir dir daher dringend eine Untersuchung bei deinem Hausarzt. Diese sollte neben einem allgemeinen Check-up auch eine Echokardiographie und ein Belastung-EKG umfassen.

Der Wiedereinstieg in die Belastung kann in Absprache mit dem Arzt in den bereits erwähnten 7-tages-Schritten erfolgen. Achtung: Wurde bei dir eine Herzmuskelentzündung festgestellt, ist eine Sportpause von mindestens drei Monaten erforderlich.

Schwere Infektion mit stationärem Aufenthalt

Nach einer schweren Covidinfektion mit einem stationären Krankenhausaufenthalt gestaltet sich der Wiedereinstieg in den Sport sehr individuell. An dieser Stelle können wir dir aus der Ferne keine Tipps hinsichtlich der Planung deines Sportprogramms geben. Bei einer derart schweren Infektion ist die enge Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten sowie mit dem Hausarzt essenziell.

Nur die Fachärzte können anhand der Beeinträchtigung deiner Organsysteme beurteilen, wann und in welcher Form du in den Sport zurückkehren kannst. Bis zur Rückkehr der vollen Belastungsfähigkeit kannst du in der Regel aber mehrere Monate einplanen.

Kann es passieren, dass ich keinen Sport mehr machen kann?

In seltenen Fällen kann es leider auch passieren, dass du über sehr lange Zeit keinen Sport mehr machen kannst. Das ist etwa dann der Fall, wenn dein Lungengewebe durch die Erkrankung extrem geschädigt wurde.

Auch wenn du unter der Langzeiterkrankung Long Covid leidest, kann es sein, dass Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Co. das Training unmöglich machen. Eine Studie der Indiana University School of Medicine belegt, dass Long-Covid-Patienten beim Training eine deutliche Verschlechterung ihrer Symptome erleben.

Im Fall einer Long-Covid-Erkrankung ist eine engmaschige medizinische Betreuung für die Rückkehr ins Training enorm wichtig. Das gilt vor allem aufgrund der Tatsache, dass zum Verständnis von Long Covid ebenfalls noch viel medizinische Forschung notwendig ist.

Welche Produkte machen Sinn?

Grundsätzlich gibt es hier keine Einschränkungen. Oftmals fühlt man sich etwas träger und energieloser beim Training. Dabei können folgende Produkte vor und während dem Training unterstützen.

Fazit: Höre immer auf deinen Körper

Zum Schluss haben wir eine gute Nachricht für dich: In den meisten Fällen kannst du nach einer Coronainfektion nach einem ähnlichen Muster problemlos wieder zum Sport zurückkehren wie bei vielen anderen Erkältungskrankheiten auch.

Eine medizinische Begleitung ist jedoch spätestens dann sinnvoll, wenn du markante Symptome hattest. Grundsätzlich gilt aber auch beim Wiedereinstieg nach einer asymptomatischen Infektion: Höre auf die Signale deines Körpers.