Wunderst du dich auch manchmal über die Lebensmitteletiketts, die du in Supermärkten und Discountern vorfindest? Ganze Regalreihen werden aufgebaut und die Produkte rufen dir zu: "Laktosefrei". Fast die Hälfte der Kühltheke ist bereits reserviert und du fragst dich, ob die halbe Welt wohl inzwischen laktoseintolerant ist? Wovon haben sich diese Personen noch vor ein paar Jahren ernährt, als es "laktosefrei" nicht gab? Genauso verhält es sich anscheinend jetzt mit dem Etikett "glutenfrei". Was bedeutet dieses Wort und wie kannst du feststellen, ob du vielleicht auch Probleme mit Gluten hast? Finde heraus, was es mit Gluten genau auf sich hat …

Gluten – was ist das eigentlich?

In Weizen, Roggen, Gerste und einigen anderen Getreidesorten ist das Klebereiweiß Gluten enthalten. Von Vegetariern wird es, unter wiederholtem Auswaschen des Mehls, als Fleischersatz genutzt. In handelsüblichen Backwaren sorgt Gluten dafür, dass der Teig seine Konsistenz und Form erlangt und gebacken werden kann.

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Gluten und Zöliakie

Bei manchen Menschen scheint sich eine Unverträglichkeit gegen Gluten entwickelt zu haben. Sie vertragen herkömmliche Backwaren plötzlich nicht mehr. Der Darm reagiert plötzlich auf das Fremdeiweiß und Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Entzündungsreaktionen stellen sich ein. Diese Unverträglichkeit von Gluten wird als Zöliakie bezeichnet.

Wen kann es treffen?

Grundsätzlich kann jeder Mensch in jedem Lebensalter von Zöliakie betroffen sein. Es scheint eine genetische Vorbelastung zu geben, die die Krankheit aber nicht zwingend zum Ausbruch bringt. Behandlungsmöglichkeiten wurden bislang nicht gefunden – ein lebenslanger Verzicht auf Produkte, die Gluten enthalten, ist die einzige Möglichkeit, Symptome zu vermeiden. Tatsächlich ist die Zahl der Betroffenen aber relativ gering. So wird vermutet, dass der Anteil der an Zöliakie erkrankten Menschen bei ca. 1 % der Gesamtbevölkerung liegt. Weil die Symptome der Glutenunverträglichkeit nicht eindeutig sind und auch auf andere Erkrankungen hinweisen können, liegt vor den Betroffenen oft ein langer Weg, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten.

Gluten-Empfindlichkeit – dauerhafter Verzicht auf Lebensqualität?

Menschen mit dieser Art der Allergie können unbeschadet aus dem ganzen Spektrum der Nahrungsmittel wählen: Obst, Gemüse, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier. Gluten befindet sich nur in einigen Getreidesorten. Als Alternative gibt es glutenfreie Pflanzensorten wie Hirse, Reis, Buchweizen, Quinoa und andere Arten. Daraus werden bereits viele Produkte mit guter Verträglichkeit gewonnen. Besonders Bio-Läden verfügen über ein großes Sortiment mit wohlschmeckenden Alternativen.

Was kannst du sonst noch tun?

Wenn du vermutest, auch von einer Gluten-Empfindlichkeit betroffen zu sein, solltest du dich zuerst mit Informationen über die Erkrankung eindecken und dich mit den alternativen Nahrungsmitteln vertraut machen. Lässt du die üblichen Backwaren und Nahrungsmittel aus Getreide weg, kann ein Defizit an Mikronährstoffen entstehen, das du möglicherweise ausgleichen solltest. Besonders wenn du sportlich aktiv bist, können Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Im Zweifelsfall kannst du dich an eine Ernährungsberatung oder deinen Arzt wenden.
Glutenfrei bedeutet nicht gleichzeitig gesund. Auch wenn dich dieses Label anlacht, solltest du nicht davon ausgehen, dass du ganze Packungen von diesen Produkten verdrücken kannst. Achte weiterhin auf das Kleingedruckte. In den Nahrungsmitteln können andere Zusatzstoffe, viel Zucker und viel Fett enthalten sein. Du kannst also auch von glutenfreien Nahrungsmitteln zunehmen oder deine Diät damit torpedieren.
Verpackte und hoch verarbeitete Lebensmittel, auch wenn sie glutenfrei daher kommen, sind kein Ersatz für frische Nahrung. Auch wenn sie dir suggerieren, dass du hier besondere Produkte erhältst, ist selbst verarbeitetem Essen ohne alle Zusatzstoffe (möglichst frisch oder schockgefrostet) der Vorzug zu geben. Kekse bleiben nun einmal Kekse – ob glutenfrei oder nicht. An die wertvollen Inhaltsstoffe eines selbst gemachten Obstsalates aus Früchten der Saison reichen sie nicht heran.
Glutenfreie Produkte sind verhältnismäßig teuer. Wenn du das Klebereiweiß tatsächlich aus deiner täglichen Ernährung verbannen möchtest oder musst, kannst du lernen, diese selbst zu kochen oder zu backen. Dadurch weißt du auch gleich, welche Inhaltsstoffe in deinen Mahlzeiten enthalten sind.

Fazit

Die Zöliakie-Forschung ist heute noch nicht abgeschlossen. Die richtige Diagnose zu stellen, kann schwierig sein, da diese Autoimmunerkrankung oft parallel zu anderen Krankheiten auftritt. Gluten auf Verdacht aus der Ernährung zu eliminieren ist ein vorschneller, ungeeigneter Ansatz. Wenn nach dem Verzehr von Backwaren bei dir plötzlich gehäuft Beschwerden auftreten, sollte dich dein erster Weg zu einem Arzt führen. Nur mit einer umfassenden Diagnose ist eine zielgerichtete Behandlung sinnvoll.

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