“Sauer macht lustig und bitter schlank.” So oder so ähnlich könnte man einen Werbespruch für Grapefruits nennen. Tatsächlich ist die zugegebenermaßen ungewohnt bittere Frucht ein echter Geheimtipp als Superfood. Dabei sind es ausgerechnet die enthaltenen Bitterstoffe, welche die Grapefruit so gesund machen. Warum du Grapefruits im wahrsten Sinne des Wortes “bitter nötig” hast, wenn du abnehmen möchtest, wollen wir dir gerne verraten.

5 gute Gründe, warum Grapefruits so gesund sind

Die Grapefruit gehört ebenso wie die Zitrone, die Limette, die Orange und die Pampelmuse zu den Zitrusfrüchten. Es ist wohl ein No-Brainer, dass Zitrusfrüchte allein schon durch ihren hohen Vitamin C-Gehalt gesund sind und positive Auswirkungen auf deinen Körper haben können. Das ist längst durch etliche Studien bestens belegt. Der hohe Vitamin C-Gehalt ist aber längst nicht der einzige Grund, warum die Grapefruit gesund ist und dir beim Abnehmen helfen kann. Hier sind fünf weitere ausschlaggebende Gründe:

1. Natürlicher Appetithemmer
Einer der größten Feinde deines Abnehmwillens ist der Hunger. So manche Diät ist da schon der Heißhungerspirale zum Opfer gefallen. Ausgerechnet die in der Grapefruit enthaltenen Bitterstoffe wirken jedoch wie ein natürlicher Appetithemmer. Der Stoff, um den sich dabei alles dreht, ist das sogenannte Naringin.

Wie hoch der Naringin-Gehalt ist, kannst du leicht an der Schale der Grapefruit erkennen. Je gelber die Schale, desto höher ist die Konzentration des Bitterstoffs. Und das Beste: Eine halbe Frucht führt bereits zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl und weniger Lust auf Süßigkeiten.

2. Anregung der Fettverbrennung
Die optimal ablaufende Fettverbrennung ist der Schlüssel zum nachhaltigen Abnehmen. Die Kombination aus dem enthaltenen Vitamin C und den Bitterstoffen der Grapefruit können genau das bewerkstelligen. Vitamin C fördert als Antioxidans als Radikalfänger nicht nur das Immunsystem, sondern regt auch die Ausschüttung des Botenstoffs Noradrenalin an.

Dieser ist u.a. an der Freisetzung von Fettsäuren aus den Zellen verantwortlich. Unterstützt wird die Optimierung des Fettverbrennung auch durch den Bitterstoff Naringin, der ebenfalls die Fettverbrennung fördert und dabei hilft, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.

3. Verdauungsförderung durch Ballaststoffe
Wasserlösliche Ballaststoffe sind enorm wertvolle Helfer, wenn du abnehmen möchtest. Auch Grapefruits enthalten größere Mengen Pektin. Im Vergleich zu nicht wasserlöslichen Ballaststoffen aus Vollkornprodukten quellen diese im Magen und Darm nicht auf.

Ihr positiver Effekt resultiert also nicht aus der Masseausdehnung und dem damit einhergehenden Sättigungseffekt, sondern aus ihrer Eigenschaft als Nährstoff für Darmbakterien. Das ist enorm wichtig, denn je gesünder deine Darmflora ist, desto besser funktioniert die Verdauung. Das Bedeutet: Nährstoffe werden effizienter aufgenommen und dein Blutzuckerspiegel schwankt weniger stark.

4. Vitaminbombe, die Ihresgleichen sucht
Die Grapefruit ist auf der Eskalationsskala der Vitaminbomben am oberen Ende angesiedelt. Allein der Vitamin C-Gehalt ist mit 44 Milligramm pro 100 Gramm schon beeindruckend. Zum Vergleich: Ein Apfel enthält lediglich 12 Milligramm und 100 Gramm Himbeeren immerhin 22 Milligramm.

Neben Vitamin C beinhalten Grapefruits aber auch große Mengen Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B6, Calcium und Kalium. Hinzu kommt der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin, der freie Radikale bekämpft und damit Schaden von deinen Körperzellen abwehrt.

5. Kaum Kalorien-Bonus
Der fünfte Grund, warum dir Grapefruits beim Abnehmen helfen können, ist simpel: Sie enthalten kaum Kalorien. Grade im Vergleich zu anderem Obst wie etwa Bananen (ca. 120 kcal) oder einer Portion Trauben (ca. 170 kcal) bietet die gleich Menge Grapefruit nur rund ca. 60 kcal mit. Ein weiterer Vorteil: Da die Grapefruit im Vergleich zu anderen Früchten bitter und säuerlich statt süß ist, sinkt der Drang zum Essen. Auch das spart wieder Kalorien.

Wie kann ich eine Grapefruit essen?

Grapefruits sind also eine super Sache. Sie sind gesund und können sogar beim Abnehmen helfen. Aber wie isst man denn nun eine Grapefruit? Hierzu hast du gleich mehrere Möglichkeiten:

Du kannst die Grapefruit einfach aufschneiden und auslöffeln. Alternativ schälst du die Frucht durch das Einschneiden der Schale mit einem Messer und löst das Fruchtfleisch ganz einfach ähnlich wie bei einer Mandarine heraus.

Am leichtesten kannst du die Grapefruit jedoch als Saft in deine tägliche Ernährung integrieren. Halbiere dazu einfach die Frucht und presse sie mit Hilfe einer Saftpresse aus. Den entstehenden Saft kannst du zu einer leckeren Schorle anmischen.

Ist Grapefruitextrakt eine sinnvolle Alternative?

Grapefruitextrakt gibt es bereits in Form von Kapseln und Tabletten zu kaufen. Auch wenn es einige Studien gibt, die den Extrakten zumindest eine beschränkt positive Wirksamkeit bescheinigen, ist nichts besser als die echte Frucht. Eine wirklich sinnvolle Alternative zur Grapefruit ist der Grapefruitextrakt also eher nicht. Ausnahme: Du kommst mit dem sauer-bitteren Aroma der Frucht absolut nicht klar.

Muss ich sonst noch etwas beachten?

Ja, tatsächlich kann nicht jedermann einfach so nach Lust und Laune bei Grapefruits zuschlagen. Derzeit sind bereits rund 80 Medikamente bekannt, bei denen es zu einer Wechselwirkung mit den Inhaltsstoffen von Grapefruits kommen kann. Dazu zählen neben einigen Gerinnungshemmern auch manche Schlafmittel, Antidepressiva sowie Antibabypillen.

Die Pille etwa verliert glücklicherweise nicht ihre Wirksamkeit. Allerdings kann es durch Wechselwirkungen zu teils erheblichen Nebenwirkungen kommen. Solltest du also solche Medikamente nehmen, empfehlen wir dir zunächst die Rücksprache mit deinem Arzt, bevor du Grapefruits auf regelmäßig auf deinen Speiseplan setzt.