Wenn du Gewicht verlieren möchtest, wird dir üblicherweise empfohlen, eine Diät zu machen. Während die Ratschläge, welche Diät es nun genau sein soll, ganz unterschiedlich ausfallen können, ist den Ratgebern doch der Rat zu einer solchen Kur gemeinsam. Allerdings: Ist dieser Tipp überhaupt sinnvoll? Oder könnte es nicht vielmehr sein, dass die Gewichtsprobleme vieler Menschen in unserer Gesellschaft gerade auf Diäten und die dahinter stehende Einstellung zurückzuführen sind?

Warum Diäten problematisch sein können

Diäten sind nicht leicht durchzuhalten. Je nach Konzept ist das Durchhalten sogar unter Umständen fast unmöglich, wenn das straffe Programm nicht in das alltägliche Leben berufstätiger Menschen oder Mütter passt. Frust ist bei Fehlern vorprogrammiert – und viele Menschen mit Übergewicht neigen dann dazu, den Trost für ihr Scheitern im Essen zu suchen. Im schlimmsten Fall führt das sogar dazu, dass sie nach einer solchen Diät noch mehr wiegen als zuvor. Das führt nicht nur zu einer Beeinträchtigung des Körpers, sondern manchmal auch zu Schäden der Seele – und damit zu Depressionen, Selbstwertproblemen und Angstgefühlen.

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Der Körper im Hungermodus

Hinzu kommt, dass angenommen wird, dass der Körper bei einer zu strikten Kalorienbeschränkung in einen “Hungermodus” verfällt. Seiner steinzeitlichen Prägung gemäß bemerkt er die eingeschränkte Nahrungsaufnahme und führt sie auf eine Hungersnot zurück. Die Folge sind Essgelüste, die sich bei jeder Nahrungsaufnahme einstellen. Unser Körper zwingt uns dazu, richtig zuzuschlagen, wenn dann doch einmal das für ihn unerwartete Essen auf dem Tisch steht. Eine sinnvolle Einrichtung der Natur, die unserem Wunsch nach Gewichtsverlust im Wege steht.

Das Ziel: Ein natürliches Hungergefühl

Das Fatale an einer Diät – oder mehreren von ihnen – ist, dass das von außen auferlegte Programm das natürliche Körpergefühl beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall führt das sogar dazu, dass echter Hunger nicht mehr wahrgenommen wird. Viele Übergewichtige haben den Bezug dazu verloren, was Hunger und Appetit bedeuten und wie sie unterschieden werden können. Dazu gehört auch süchtiges Essverhalten, das sich auf stark zucker- oder fetthaltige Speisen bezieht, und das vom gesunden Hunger nicht unterschieden werden kann. Deshalb ist es sinnvoll, nach einer Maßnahme Ausschau zu halten, die das Gefühl für den eigenen – echten – Hunger wiederherstellen kann.
Möchtest du deinen eigenen natürlichen Hunger (wieder) kennenlernen und diesen von schlichtem Appetit und ungesunden Gelüsten unterscheiden können?

Dann können die folgenden Tipps für dich hilfreich sein:

1. Führe ein Buch zu deinem Hungergefühl
Besorge dir ein Notizbuch mit einem hübschen Einband, oder lege einen Blog im Internet an. Hier notierst du mehrmals täglich, wie sich dein Magenbereich gerade anfühlt und ob du gerade irgendwelche Gelüste verspürst. Schreibe alle Gefühle zum Thema Essen auf und versuche dabei zu bestimmen, ob es sich um Hunger handelt, oder ob es Appetit ist, der gerade auftaucht. Hunger ist grundsätzlich ein eher körperliches Gefühl, während Appetit und Suchtgefühle eher psychischer Natur sind. Ein weiteres Indiz für Appetit statt Hunger ist starke Lust auf Nahrungsmittel mit einem hohen Gehalt an Zucker und/oder Fett – also zum Beispiel Schokolade, Pizza, Käse oder in Fett gebratenes Fleisch.

2. Schätze vor dem Essen deinen Hunger ein
Wichtig ist es auch, dass du direkt vor dem Essen bestimmst, wie viel Hunger du gerade hast. Nutze dafür eine Skala von 0-10. 0 bedeutet “kein Hunger”, während “10” größter Hunger ist. Unterscheide auch dabei echten Hunger von bloßem Appetit und Suchtverhalten. Eventuell kannst du auch für diese Kategorien eine Zahlenskala einführen. Notiere dein eingeschätztes Gefühl.

3. Iss langsam und mit Genuss
Je langsamer du isst, desto weniger musst du essen, bis du ein Gefühl der Sättigung und Befriedigung erreicht hast. Kaue jeden Bissen sorgfältig und genieße dein Essen. Achte auch auf den Geruch und darauf, wie dein Körper auf das Essen reagiert. Das gilt für jedes Lebensmittel – auch für die ungesunden. Gerade bei diesen solltest du deinen Genuss zulassen und sie nicht in dich rein schaufeln, um dein eventuell auftauchendes schlechtes Gewissen zu beruhigen. Das ist ab sofort nicht mehr nötig!

4. Iss genug Gemüse und Obst
Wenn du ein gesundes Ernährungsverhalten erlernen möchtest, solltest du darauf achten, genügend Obst und Gemüse in deinen Speiseplan einzubauen. Es geht hierbei nicht darum, sich alle anderen Lebensmittel zu verbieten und nur noch Früchte zu essen. Konzentriere dich lieber darauf, mehr gesunde Lebensmittel einzubauen, ohne dass du dich bei deinen sonstigen Gewohnheiten einschränkst. Vielleicht kommt es dann automatisch dazu, dass du weniger Lebensmittel mit einer hohen Kaloriendichte essen möchtest. Obst und Gemüse füllen nämlich den Magen, sodass weniger Platz für Pizza und Co. bleibt.

5. Kein schlechtes Gewissen beim Essen
Wenn du bestimmten Nahrungsmitteln einfach nicht widerstehen kannst, dann erlaube sie dir. Sehe es nicht als Nachteil, wenn du deinen Gelüsten nachgibst, sondern stehe dazu. Auf diese Weise vermeidest du mögliche negative Gefühle beim Essen, die zu noch mehr Gelüsten führen können. Du kannst nur dann ein gesundes Essverhalten entwickeln, wenn du Essen mit positiven Gefühlen verbindest.

6. Forsche nach der Ursache für zu viel Essen
Wenn du glaubst, dass du aufgrund von persönlichen Problemen zu Überessen neigst, solltest du nach der Ursache forschen. Zu diesem Zweck gibt es Ratgeberliteratur, die dir weiterhelfen kann. Wenn du der Meinung bist, dass du mit diesem Problem alleine nicht weiterkommst, kannst du dich auch an einen Therapeuten wenden. Hier geht es nicht darum, eine (weitere) Diät für dich zu finden. Das Ziel ist es vielmehr, die wahren Ursachen für übermäßiges Essen zu beseitigen.

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