Trotz aller bahnbrechenden medizinischen Fortschritte, die in den vergangenen Jahren auch im Bereich der Krebsforschung gemacht worden sind, hat die heimtückische Krankheit hierzulande nicht im Geringsten an Schrecken verloren. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass sich die Bevölkerung nach Antworten sehnt, wie sie der bösartigen Tumorerkrankung vorbeugen kann. Neben schulmedizinischen Behandlungsansätzen und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, denen sich auch junge Menschen von Zeit zu Zeit unterziehen sollten, nimmt die tägliche Ernährung einen immer bedeutenderen Stellenwert im Kontext der Krebsvorsorge ein. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass der Konsum bestimmter Lebensmittel respektive der darin enthaltenen Mikronährstoffe, dazu beitragen kann, das Risiko, im Laufe des Lebens an Krebs zu erkranken, deutlich zu senken. In diesem Kontext haben wir für dich 6 Lebensmittel herausgesucht, die laut wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Krebsprävention beitragen.

1 – Milchprodukte

Milchprodukte wie griechischer Joghurt, Skyr (isländischer Joghurt), Käse, Milch und natürlich Whey sowie Casein Proteinpulver tragen nicht nur in erheblichem Maße zu einem gesunden Muskelaufbau bei, sondern können auch dabei helfen, dem Entstehen der gefährlichen Tumorerkrankung vorzubeugen. Neue wissenschaftliche Untersuchungen lassen vermuten, dass der Konsum von Milchprodukten dazu führen kann, dass sich das Risiko an Blasen-, Brust-, Dickdarm-, Eierstock- sowie Prostatakrebs zu erkranken signifikant reduziert. Für die ehemals selbst in medizinischen Kreisen weitverbreitete Annahme, dass der häufige Konsum von Milchprodukten das Entstehen von Krebserkrankungen fördert, konnten die beteiligten Wissenschaftler auch im Rahmen von Langzeitstudien ebenso wenig einen Beweis finden, wie für jedwede andere negative Wirkungsweise im Bezug auf das Auftreten von tödlichen Krankheiten. Ferner weisen die Forscher jedoch darauf hin, dass Milchprodukte kein Allheilmittel sind, sondern nur eine Säule im Gesamtkonzept einer gesunden und ausgewogenen Ernährung darstellen.

2 – Tomaten

Eine kürzlich veröffentlichte Studie englischer Forscher förderte zutage, dass auch Tomaten dazu beitragen können, das Krebsrisiko zu senken. Im Rahmen der Untersuchung fand man heraus, dass Männer, die wöchentlich 10 Portionen Tomaten oder äquivalente Tomatenprodukte wie Tomatensoße oder Tomatenketchup zu sich nahmen, ein um 20 Prozent reduziertes Risiko für das Auftreten von Prostatakrebs aufwiesen. Die neuerliche Untersuchung untermauert die Befunde früherer Forschungen, die ein um bis zu 35 Prozent reduziertes Erkrankungsrisiko offerierten. Ursächlich für die gesundheitsförderliche Wirkung der Tomate ist das darin enthaltene Lycopin, ein potentes Antioxidans, das gefährliche freie Radikale bekämpft und Schäden an Körperzellen sowie der in den Zellkernen enthaltenen DNS vorbeugt. Eine Portion Tomaten entsprach im Rahmen der Studie 250 Millilitern Tomatensaft, 7 Kirschtomaten oder einer mittelgroßen Fleischtomate.

3 – Dunkle Schokolade

Schokoladensüchtige erhebt euch! Studien zeigen, dass die in Kakao enthaltenen Flavonoide die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten zahlreicher Krebserkrankungen deutlich senken können. Den Ergebnissen der Wissenschaftler zur Folge wirkt der sekundäre Pflanzenstoff der Überproduktion von reaktiven Sauerstoffspezies im Darm entgegen, welche die Produktion von Krebszellen fördern können. Darüber hinaus lässt sich dunkle Schokolade mit einem hohen Kakaoanteil vor dem Training als Stickstoffbooster einsetzen. Um sicherzugehen, dass die Schokolade eine ausreichende Flavonoidkonzentration aufweist, sollte diese einen Kakaoanteil von mindestens 85 Prozent aufweisen.

4 – Kaffee

Das hierzulande mit Abstand am meisten verzehrte Getränk ist nicht nur äußerst schmackhaft und belebend, sondern fördert darüber hinaus die Gesundheit, sodass dir jede einzelne Tasse noch einmal deutlich besser schmecken sollte. Eine neue Studie die im Magazin "Cancer Causes & Control" veröffentlicht wurde, untersuchte 1.000 männliche Testpersonen, die den Prostatakrebs besiegt hatten, und kam zu dem verblüffenden Ergebnis, dass alle Probanden, die vier oder mehr Tassen Kaffee pro Tag tranken, ein um bis zu 60 Prozent geringeres Rückfallrisiko hatten als die Teilnehmer, welche weniger Kaffee konsumiert hatten. Diese Untersuchung unterstützt das Ergebnis einer früheren Studie der Harvard University. Weitere Inhaltsstoffe wie Cafestol, Kahweol und Chlorogensäure haben laut den Erkenntnissen der Forscher eine präventive Wirkungsweise bezüglich des Auftretens von Leberkrebs. Es lohnt sich also das Nützliche mit dem Praktischen zu verbinden, indem du deinen morgendlichen Vanillie- oder Schokolanden-Proteinshakte mit Kaffee anstelle von Wasser aufgießt. Zusammen mit ein wenig Stevia schmeckt die Mischung besser als alles, was Starbucks und Konsorten zu bieten haben.

5 – Grünkohl

Der Grünkohl zählt zur gleichen Gemüsefamilie wie Brokkoli, Blumenkohl und Rosenkohl, ist jedoch ungleich reicher an gesundheitsförderlichen Antioxidanzien und sekundären Pflanzenstoffen. Dazu zählen unter anderem zahlreiche Glukosinolate, von denen vermutet wird, dass sie ebenfalls dazu in der Lage sind, die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Krebserkrankungen zu senken. Zwar enthalten Kohlgewächse wie der Grünkohl auch Goitrogene, die die Schilddrüsenfunktion beeinflussen, was dem gesundheitsförderlichen Aspekt allerdings keinen Abbruch tut, da du täglich extreme Mengen verzehren müsstest, um eine Dosis zu erreichen, die sich negativ bemerkbar machen würde.

6 – Knoblauch

Knoblauch ist nicht nur bekannt für seine positive Wirkung auf die Immunabwehr und das Herz-Kreislauf-System, sondern verfügt dank den darin enthaltenen Organoschwefelverbindungen laut wissenschaftlichen Erkenntnissen ebenfalls über eine präventive Wirkung im Bezug auf das Entstehen von Krebserkrankungen. Eine chinesische Studie zeigte kürzlich, dass der Konsum von wöchentlich wenigstens zwei Portionen rohem Knoblauch ein bis zu 45 Prozent niedrigeres Lungenkrebsrisiko nach sich zieht. Darüber hinaus verfügen die in Knoblauch enthaltenen Substanzen wie das Allicin über eine antibiotische sowie antifungale Wirkung, sodass Knoblauch allgemein als sehr gesund gilt und deinem Körper dabei helfen kann, Infektionen abzuwehren.