Alles über den weiblichen Orgasmus – das solltest du wissen

Wie endet das Universum? Was war vor dem Urknall? Sollen wir bei Regen lieber gehen oder sprinten? Was ist dunkle Materie? Ist die Feinstrukturkonstante wirklich konstant? Wie funktioniert der weibliche Orgasmus? Ungelöste Rätsel gibt es in der Wissenschaft noch zur Genüge. Da trifft es sich gut, dass wir zumindest das Rätsel um den weiblichen Orgasmus lüften können. Also schnall dich an und erfahre, was genau in deinem Körper passiert, wie ein Orgasmus auch ohne Sex möglich ist und was du tun kannst, um zum Orgasmus zu kommen.

Was beim Orgasmus im Körper passiert – Step by Step

Das Geheimnis des Orgasmus zumindest ansatzweise zu lüften war gar nicht so einfach, denn wie soll man etwas beschreiben, das sich unbeschreiblich anfühlt? Diese Frage stellten sich auch einige Wissenschaftler. Die Lösung heißt „Magnetresonanztomograph“, denn mit Hilfe dieses Gerätes ist es sogar möglich, die Aktivitäten in Hirnarealen sichtbar zu machen. Dank einer groß angelegten Studie im MRT, wissen wir nun, was beim Orgasmus passiert.

1. Berührungen erogener Zonen leiten den Orgasmus ein
Alles beginnt natürlich mit sanften Berührungen der erogenen Zonen in der Genitalregion aber auch der Brustwarzen. Diese Berührungen wiederum aktivieren im Gehirn den sogenannten „genitalen sensorischen Kortex“, der Teil des Scheitellappens der Großhirnrinde ist und, wie der Name es bereits sagt, für die Verarbeitung von neuronalen Signalen verantwortlich ist, die aus der Genitalregion kommen.

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Aus der Tatsache, dass der „genitale sensorische Kortex“ gleich mit zahlreichen „Sensoren“ gekoppelt ist, folgt auch, dass der Orgasmus durch die Stimulation an unterschiedlichen Stellen eingeleitet werden kann. Je mehr unterschiedliche Punkte dabei möglichst zeitnah gereizt werden, desto intensiver kann der Orgasmus ausfallen.

2. Das limbische System sorgt für eine Lustspirale
Die durch die Berührung der erogenen Zonen erzeugten Nervenimpulse sorgen im Gehirn für eine verstärkte Aktivität. Über das für die Verarbeitung von Gefühlen und Trieben verantwortliche „limbische System“ wird so das Gefühl Lust erzeugt. Über dieses Gefühl folgt die verstärkte Aktivierung weiterer Hirnregionen wie dem Hippocampus und der Amygdala, die auch Affektzentrum bekannt ist. Auf diese Weise setzt sich eine Spirale in Gang, die dich dazu bringt, nicht mit der Stimulation aufzuhören.

3. Spannungsaufbau im ganzen Körper
Kurz vor dem eigentlichen Höhepunkt beginnt das Gehirn damit zahlreiche Hirnareale miteinander zu vernetzen, die im Normalzustand nicht miteinander gekoppelt sind. Während das Kleinhirn beispielsweise die Muskulatur von Po, Bauch und Oberschenkeln unter Spannung setzt, sorgt der auch als Fantasiezentrum bekannte präfrontale Kortex im Frontallappen dafür, dass erotischen Fantasien entwickelt werden. Unterstützt wird der Prozess durch die Aktivierung des „vorderen Gyrus cinguli“. Dieser ist unter anderem für die Übermittlung diverser emotionaler und kognitiver Prozesse verantwortlich und steigert so das Lustempfinden.

4. Der Höhepunkt
Sobald alle Schaltzentren miteinander verbunden sind, erreicht auch der Hypothalamus den Zenit seiner Aktivität. Dabei schüttet der Hypothalamus eine große Menge des Hormons Oxytocin aus, das sowohl für die kräftige Kontraktion der Vagina als auch für die Gefühlsexplosion beim Orgasmus auslöst. Die Oxytocin-Ausschüttung ist ebenfalls dafür verantwortlich, dass du dich so fühlst, als wolltest du Luftsprünge machen. Darüber hinaus wird gleichzeitig das Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert und dabei ganz nebenbei Unmengen des Glückshormons Dopamin durch den Körper strömen.

5. Nach dem Orgasmus gehen die Lichter aus
Tja das, was nach dem Feuerwerk passiert ist schnell erklärt, aber das weist du sicher selbst am besten. Nachdem sozusagen alle Hirnareale aus allen Rohren gefeuert haben und du die Kontraktion deines halben Körpers genossen hast, gehen im wahrsten Sinne des Wortes die Lichter aus und das Glückskarussell wird von absoluter Entspannung abgelöst. Kein Wunder, dass jetzt nur noch kuscheln angesagt ist, bevor es ins Reich der Träume geht.

Orgasmus ohne Sex? – Ja, das geht!
Da nun geklärt ist, was beim Orgasmus im Körper vor sich geht, können wir uns nun mit der Frage beschäftigen, wie es eigentlich zum Orgasmus kommt. Durch Sex, ist doch klar? Nicht unbedingt, denn viele Frauen erleben den Höhepunkt auch auf anderem Wege. Und dabei gibt es sogar gleich mehrere Möglichkeiten, die mit einmal so gar nichts zu tun haben.

Einen Orgasmus im Schlaf erleben
Es ist gar nicht mal unwahrscheinlich, dass du relativ regelmäßig Orgasmen im Schlaf erlebst. Genauer gesagt treten diese während der Traumschlafphase, dem sogenannten REM-Schlaf auf. In einigen Studien konnte nachgewiesen werden, dass es bei vielen Frauen in der Traumphase zu einer verstärkten Durchblutung und Schwellung der Vagina kommt, was in der Regel nur beim Orgasmus passiert. Warum dir das nie aufgefallen ist? Naja, du träumst und bekommst vom eigentlichen Orgasmus gar nichts mit. Oft bleibt lediglich die Erinnerung an einen besonders intensiven Traum.

Sport kann Orgasmen auslösen
Sport ist nicht nur gut für die Gesundheit, sondern kann auch noch aus ganz anderen Gründen Spaß machen. Das jedenfalls haben Forscher der University of Indiana im Rahmen einer groß angelegten Studie herausgefunden. Eine Universallösung für ein „Orgasmus-Workout“ gibt es allerdings nicht, denn die Übungen, auf die die insgesamt 124 Frauen ansprachen waren durchaus unterschiedlich. Man vermutet lediglich, dass eine verstärkte Beanspruchung der Core- und Beckenbodenmuskulatur für den sportlichen Orgasmus verantwortlich ist.

Die Orgasmus-FAQ

1. Kommen Frauen beim Sex eigentlich schwerer zum Orgasmus als Männer?
Auch wenn es viele Männer kaum glauben können, entspricht genau das tatsächlich der Wahrheit. Laut Medizinern stehen Probleme mit dem Orgasmus im Ranking der am häufigsten auftretenden sexuellen Problemen gleich auf Rang zwei. Jede zweite Frau berichtet sogar davon, dass sie beim Sex mit dem Partner gar nicht zum Orgasmus kommt.

2. Warum kommen Frauen beim Sex schwerer zum Orgasmus?
Eine der häufigsten Ursachen ist die fehlende Entspannung beim Sex. Viele Frauen sind dabei generell viel zu angespannt und haben selbst beim Sex mit dem Partner ein großes Problem damit ein gewisses Maß an Kontrollverlust über ihren Körper zuzulassen. Leider ist dieses Gefühl meist unterbewusst und wird in der Regel nicht wahrgenommen. Andererseits liegt es oft auch an einer zu hohen Erwartungshaltung und Fixierung auf den Orgasmus. Auch diese Form der Anspannung nimmt dir die Entspanntheit.

3. Warum komme ich alleine häufiger zum Orgasmus?
Dass du alleine häufiger und zuverlässiger zum Höhepunkt kommst, liegt an zwei Dingen. Auf der einen Seite kennst du deinen Körper besser als jeder andere. Im Gegensatz zu deinem Partner weißt du jedenfalls zu 100 Prozent, wo und wie du dich berühren musst, um zum Höhepunkt zu kommen. Auf der anderen Seite spielt auch hier wieder die Angst vor dem Kontrollverlust vor dem Partner eine Rolle. Viele Frauen fühlen sich einfach unwohl bei der Vorstellung, vor ihrem Partner in Ekstase außer Kontrolle zu geraten. Daher ist es leichter zu kommen, wenn auch wirklich niemand zusieht.

4. Kommen erfahrene Frauen häufiger zum Orgasmus?
Definitiv! Das belegt eine Studie der University of California. Diese förderte zutage, dass Frauen über 80 mit ihrem Sex deutlich zufriedener sind als jüngere Frauen – insbesondere Frauen unter 30. Wie die Leiterin der Studie erklärt, geht dieser Effekt vermutlich darauf zurück, dass ältere Frauen generell entspannter in Sachen Sexleben sind, da sie niemandem mehr etwas beweisen müssen.

5. Kommt man bei besonders maskulinen Männern leichter zum Orgasmus?
Der Orgasmus wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da ist es doch eigentlich naheliegend, dass auch die Attraktivität bzw. Maskulinität des Sexpartners einen Einfluss auf den Orgasmus hat. Wie eine Studie der Pennsylvania State University belegt, kommen Frauen bei besonders gutaussehenden Männern mit breiten Schultern und maskulinen Zügen überdurchschnittlich häufig zum Orgasmus.

6. Wo auf der Welt haben Frauen die meisten Orgasmen?
Ob es nun am guten Wetter, dem Temperament oder den Genen liegt, die meisten Orgasmen beim Sex haben tatsächlich Frauen aus Südeuropa. Hier liegen die Spanierinnen mit knapp über 52 Prozent vor den Italienerinnen, von denen immerhin 48 Prozent angaben, fast immer beim Sex zum Orgasmus zu kommen. Knapp hinter den Frauen von der Iberischen Halbinsel auf Platz zwei liegen die Mexikanerinnen mit 51 Prozent. Deutsche Frauen rangieren mit knapp über 30 Prozent im durchschnittlichen Bereich. Weit unterdurchschnittlich ist die Orgasmus-Häufigkeit hingegen mit 13 Prozent in China und mit nur 11 Prozent in Japan.

7. Was hilft, wenn ich nicht mehr zum Orgasmus komme?
Der erste Tipp lautet: Sprich mit deinem Partner darüber, dass du nicht zum Orgasmus kommst und friss das Problem nicht in dich herein. Wer zu viel grübelt, gerät nämlich schnell in einen Teufelskreis auf Zweifeln und Druck, der alles noch schwerer macht. Oft ist es auch bereits sehr hilfreich, vor dem Sex noch einmal so richtig zu kuscheln und dann nach dem Austausch von Zärtlichkeiten zum Vorspiel überzugehen. Auch hier solltest du dir Zeit lassen und mit deinem Partner schlüpfrige Gedanken austauschen, um langsam auf Temperatur zu kommen.

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