Wer sich gesund ernähren oder abnehmen möchte, der steht heute vor einer schier unüberschaubaren Zahl von Diäten und Ernährungsplänen. Die meisten dieser Modelle sind lediglich Trends und entbehren jeglicher empirischen Grundlage. Die Paleo oder auch Steinzeitdiät Diät basiert auf aktuelle Forschungsergebnissen in den Bereichen Evolution und Medizin. Diese Diätform besteht aus einem bewährten Konzept, das als Ziel ein ideales Körpergewicht in Kombination mit optimaler Gesundheit und höchster Leistungsfähigkeit hat.

Was ist erlaubt?

Die Paleo-Ernährung erlaubt nur Nahrungsmitteln, von denen sich auch schon unsere Vorfahren aus der Steinzeit ernährt haben. Laut der Paleo Diät hat sich unser Körper und Verdauungssystem bis heute nicht an die neuen Nahrungsmitteln aus Getreide- und Milchprodukten gewöhnen können, weil sich unsere Gene seit der Steinzeit nicht verändert haben. Unser Darmtrakt ist nach wie vor so ausgelegt, dass er nur die gleichen Nahrungsmittel gesund konsumieren kann wie unsere Vorfahren aus der Altsteinzeit von etwa vor 2,6 Millionen Jahren gegessen haben. Erlaubt sind deshalb nur Nahrungsmittel wie zum Beispiel Fleisch aus Weidehaltung, Fisch aus Wildfang, Meeresfrüchte, Gemüse, bestimmte Obstsorten und Nüsse.

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Was nicht erlaubt ist

Bei der Paleo Diät wird genau darauf geachtet, dass bestimmte Nahrungsmittel nicht gegessen werden dürfen. Nachfolgend haben wir die einzelnen Vorgaben der Paleo Diät ausführlich erläutert.
Regel 1: Kein Zucker
Zucker und zuckerhaltige Getränke wie zum Beispiel Fruchtsäfte, Eistee, Erfrischungsgetränke oder Softdrinks sind absolut zu vermeiden. Zucker lässt den Blutzucker- und Insulinspiegel sehr schnell ansteigen. Insulin ist ein genanntes Speicherhormon, dass dafür sorgt, dass Energie gespeichert und freigesetzt werden kann. Ein dauerhaft erhöhter Insulinspiegel kann Krankheiten wie zum Beispiel Insulinresistenz, Diabetes oder anhaltender Bluthochdruck verursachen.
Regel 2: Kein Getreide
Getreideprodukte und besonders Weißmehl gehören zu den verbotenen Lebensmitteln in der Paleo Diät.  Auch Mais und Reis sollen gemieden werden, da auch diese kohlehydrathaltigen Produkte angeblich für die Gesundheit nicht förderlich sind. Getreideprodukte enthalten fast bis zu 80 Prozent Kohlenhydrate, was dazu führen kann, dass der Blutzuckerspiegel nachhaltih erhöht wird. Zusätzlich enthält Getreide die Ingredienzien Gluten, Lektin und Phytinsäure, die die Darmwände des Darms beschädigen können. Dies hat dann zur Folge, dass die Absorptionsfähigkeit weiterer wichtiger Nährstoffe beeinträchtigt wird und dann dem Körper nicht mehr für die Energiegewinnung zur Verfügung stehen können. Diese Behinderung der einzelnen Nährstoffe kann Autoimmunkrankheiten wie zum Beispiel Allergien oder sogar Multiple Sklerose hervorrufen. Der Darm verliert seine Abwehrkräfte, was dazu führen kann, dass die sogenannten Leckdarm- oder Sickerdarm-Syndrome entstehen können. Auch die Lektine können erhebliche gesundheitliche Beschwerden wie zum Beispiel Arthritis, Morbus Crohn oder auch den Reizmagen hervorrufen. Auch die die Bauchspeicheldrüse kann erheblich belastet werden, was dann zu zu Diabetes Typ-1 führen kann. Getreide ist ein Produkt, das von den Menschen erst vor rund 10.000 Jahren seit Beginn der Landwirtschaft verzehrt wird. Dieser Zeitraum hat laut Paleo Diät nicht ausgereicht, damit sich der Verdauungstrakt des Menschen an die Getreideprodukte gewöhnen konnte.
Regel 3: Kein Pflanzenfett
Auch der Nährstoff Fett wird in der Paleo Diät stark berücksichtigt. Pflanzenfette wie Distel-, Sonneblumen- oder Rapsöl sowie Margarine sollen vermieden werden, da sie große Mengen ungesättigter Fett- und Transfettsäuren enthalten. Transfettsäuren verursachen im Körper Entzündungen, erhöhen das Risiko von Herzerkrankungen und fördern die Speicherung von Körperfett. Erlaubt sind nur Oliven- und Kokosöl. Kokosöl ist das einzige pflanzliche Fett, das gesättigte Fettsäuren enthält. Butter und Schmalz dagegen dürfen gegessen werden, da sie wichtige Fettsäuren enthalten.
Regel 4: Keine Fertiggerichte
Fertiggerichte und Fast Food- Produkte sind bei der Paleo Diät absolut tabu, da sie für den Körper schädliche Ingredienzien wie Zucker, chemische Zusatzstoffe und ungesättigte Fettsäuren enthalten. Besonders schädlich für den Körper sind versteckte Zusatzstoffe wie Glutamat, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Stabilisatoren und künstliche Aromen. Diese Stoffe entsprechen zwar den gesetzlichen Vorgaben, doch bis heute gibt es über eine Langzeitwirkung dieser Ingredienzien keine empirischen Ergebnisse. Bekannt ist nur die Wirkung von Glutamat, das den Appetit anregt und somit aber auch zu einer überhöhter Nahrungsaufnahme führen kann.
Regel 5: Nur bestimmte Obstsorten
Obst ist gesund, schmeckt erfrischend und lecker und enthält zusätzlich viele wertvolle Nährstoffe und Vitamine. Aber bestimmte Obstsorten enthalten auch viel Zucker in Form von Fructose, das laut Regel 1 absolut gemieden werden soll. Ein halber Apfel enthält die Dosis eines gehäuften Teelöffel Tafelzuckers. Es ist deshalb besser, wenn Sie mehr Beeren wie zum Beispiel Heidelbeeren oder Erdbeeren essen. Laut der Paleo Diät wurde Obst vom Menschen in der Steinzeit eher in geringen Mengen eingenommen, da viele Obstsorten erst später angepflanzt wurden oder gewachsen sind. Auch die beliebten Obstkonserven enthalten sehr viel Zucker, deshalb sollten auch sie gemieden werden.
Regel 6: Keine Milchprodukte
Auch auf Milch und sämtliche Milchprodukte soll in der Paleo Diät verzichtet werden, da auch diese Produkte bestimmte Autoimmunerkrankungen hervorrufen können. Auch Milch wird wie das Getreide erst seit rund 10.000 Jahren als Nahrungsquelle vom Menschen berücksichtigt. Gerade die Kuhmilch wird von vielen Menschen nicht vertragen, was dann zu einer Laktoseintoleranz führen kann. Auch wurde nachgewiesen, dass bestimmte tierische Hormone in der Milch zu einer erhöhten Speicherung von Körperfett führen kann, egal, wie die Tiere gehalten werden. Wenn die Kühe mit Getreide gefüttert werden, kann auch wieder das schädliche Lektin in die Milch gelangen.

Fazit

Die Ernährung unserer Vorfahren variierte sicher nach dem Standort und der Jahreszeit, da diese Komponenten erheblichen Einfluss auf die Nahrung eines Steinzeitmenschen hatten. Die Theorie der Paleo Diät basiert auf die Nahrungsquellen Gemüse, gefangenem Wild und Fisch, gesammelten Nüssen, Samen und Pilzen und bestimmten Obstsorten, die in der Wildnis verfügbar waren. Die wichtigsten Nährstoffe in der Paleo Diät sind Proteine und Fett, während Kohlenhydrate als Ballaststoffe in Form von Obst und Honig aufgenommen wurden. Die Ernährungspyramide einer Paleo Diät besteht aus 15 bis 20 Prozent Protein, 20 Prozent Kohlenhydrate und rund 60 Prozent aus Fett.