Low Carb bedeutet wenig Kohlenhydrate und bezeichnet eine Diätform,  die den Nährstoff Kohlenhydrat so wenig wie möglich in den Mahlzeiten berücksichtigt. Der Ursprung dieser Diät stammt angeblich aus dem 18. Jahrhundert, als der Militärarzt John Rollo zwei Offiziere mit einerLow Carb Diät behandelte, die an Diabetes erkrankt waren. Die Low Carb Diät wurde dann regelmäßig als Behandlungsform für Diabetiker im 18. und 19. Jahrhundert eingesetzt. Im Jahre 1972 wurde die Low Carb Diät wieder durch den Arzt Dr. Robert Atkins in einer neuen Form veröffentlicht. Atkins hatte eine Variante der Low Carb Diät entwickelt, die hautsächlich aus den Nährstoffen Protein und Fett bestand. Heute gibt es viele kohlenhydratarme Diätformen wie zum Beispiel die David Kirsch, Glyx, Montignac, Strunz oder Southern Beach Diät. Eine Low Carb Diät ist besonders für Menschen geeignet, die gerne viel Fleisch und Fisch essen und auf Lebensmittel wie Brot und Pasta verzichten können.

Was sind Kohlenhydrate?

Aus Kohlenhydraten bildet der Körper das sogenannte Glukose, was als wichtige Energiequelle für Gehirn, Muskeln und das Nervensystem dient. Glukose besteht aus kurzen Kohlestoffketten, die über die Nahrung aufgenommen werden. Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche sind die typischen Erkennungsmerkmale, wenn der Körper zu wenig Glukose gespeichert hat. Ein- und zweikettige Kohlenhydrate werden schneller in Glukose umgewandelt als dreikettige Kohlenhydrate. Trauben- oder Rohrzucker erzeugen ein schnelles Ansteigen des Blutzuckerspiegels, was dazu führt, dass die Bauchspeicheldrüse verstärkt das Hormon Insulin ausschütten muss. Insulin sorgt dafür, dass die Aufnahme des Zuckers für die Verbrennung in den Körperzellen ermöglicht wird. Lange Kohlenwasserstoffketten wie zum Beispiel Fettmoleküle besitzen mehr Energie (Kalorien pro Gramm), was bedeutet, dass der Körper wesentlich länger benötigt, bis das Fettmolekül in eine für den Organismus verwertbare Form umgewandelt werden kann.

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Wie funktioniert eine Low Carb Diät?


Die Theorie einer Low Carb Ernährung besteht darin, dass der Körper die aufgenommenen Kohlenhydrate in Zucker umwandelt, was den Blutzuckerspiegel danach erheblich ansteigen lässt. Damit dieser dann wieder gesenkt werden kann, produziert der Körper das Hormon Insulin. Insulin hemmt aber auch gleichzeitig die Fettverbrennung und erzeugt ein Hungergefühl im Gehirn, sodass langfristig gesehen die Kalorienaufnahme eher ansteigt als gesenkt wird. Wenn die Ernährung also auf kohlenhydratarme Mahlzeiten umgestellt wird, so kann der Körper mehr Fett verbrennen. Kohlenhydrate sind besonders in Glucose, Fructose und sämtliche Zuckerarten enthalten, die sich chemisch aus Kohlen-, Wasser- und Sauerstoff aufbauen. Bei der Low Carb Diät wird die geringe Kohlenhydrataufnahme durch eine erhöhte Fett und Proteinaufnahme ausgeglichen. Eine Low Carb Diät versucht deshalb die Insulin-Ausschüttung so gering wie möglich zu halten, damit der Körper auf die Fettreserven zurückgreifen muss.

Welche Nahrungsmittel sind bei einer Low Carb Diät erlaubt?


Low Carb basiert auf einer kohlenhydratarmen Ernährung. Die Umsetzung dieser Ernährungsform ist nicht so einfach, da fast in allen Speisen und Lebensmitteln der Nährstoff Kohlenhydrat enthalten ist. Daher ist es wichtig, sich vor Beginn einer Low Carb Diät sich bereits mit der Zusammensetzung der Lebensmittel zu befassen. Der Nährstoff Kohlenhydrat ist zwar für den Organismus wichtig, trotzdem kann bei einer Diät auf bestimmte Kohlenhydrate problemlos verzichtet werden. Ein kompletter Verzicht wie zum Beispiel das No-Carb-Prinzip sollte aber unbedingt vermieden werden, da es gesundheitliche Schäden hervorrufen kann. Ernährungswissenschaftler empfehlen pro Tag die Einnahme von etwa 5 bis 6 Gramm Kohlenhydrate pro Körpergewicht. Erlaubt sind in einer Low Carb Ernährung Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Milchprodukte, Eier, OL und Essig, und Nüsse. Nicht erlaubt sind paniertes Fleisch, Frikadellen, Leber, mariniertes Fleisch, Muscheln, Reis, Kartoffeln, Pasta, Pommes, Mais, Karotten, Erbsen, Bohnen, Rote Beete, Bananen, Mangos, Feigen, Kirschen, Trauben, Datteln, Kuhmilch, Joghurt, Sonnenblumen-Öl, Balsamico-Essig, Ketchup, Fruchtsäfte, Softdrinks, Margarine und Müsli.  Bei Fleisch sollte man aber auch beachten, dass bei paniertem Fleisch Semmelbrösel in die Fleischmasse verarbeitet werden. Auch bestimmte Innereien wie zum Beispiel Leber bestehen aus Kohlenhydraten. Gerade Fertiggerichte mit Fleisch beinhalten häufig große Mengen an Zucker. Fertiggerichte sind deshalb in einer Low Carb Diät tabu. Auch bei der Einnahme von Obst sollten Sie darauf achten, dass Sie grundsätzlich Obstsorten mit einem niedrigen Zuckergehalt aussuchen. Bei Joghurt ist der Kohlenhydrat-Gehalt oft nicht auf einen Blick auf der Packung festzustellen, da dem Joghurt viele Zusatzstoffe zugefügt werden. Oft wird Milchpulver verwendet, um den Joghurt anzudicken. Milchpulver besteht aber wieder aus Laktose, was bedeutet ,dass der Johurt automatisch einen hohen Kohlenhydratanteil erhält. Joghurt sollte deshalb in einer Low Carb Diät vermieden werden.

Fazit


Eine proteinreiche Ernährung sättigt anhaltender und sorgt für einen niedrigen Blutzuckerspiegel, was bedeutet, dass Heißhungerattacken vermieden werden können. Zusätzlich benötigt der Stoffwechsel für die Verarbeitung und Umwandlung von Protein erheblich mehr Energie, was wieder die Fettverbrennung fördert. Auch die Bewegung spielt bei einer Low CarbDiät eine wesentliche Rolle. Trotzdem hat eine Studie an Mäusen belegt, dass eine kohlenhydratarme Ernährung die Fettablagerungen in den Arterien steigern kann und somit ein erhöhtes Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ausgelöst werden kann.Viele Ernährungswissenschaftler kritisieren aber die Low-Carb Ernährungsform, da sie den wichtigen Nährstoff Kohlenhydrate fast vollständig vermeidet. Kohlenhydrat gehört aber zu einer gesunden Ernährung genau so dazu wie Fett und Protein. Deshalb wird die Low Carb Diät auch von vielen Ernährungsberatern als einseitige Fehl- und Mangelernährung angesehen und nicht empfohlen. Low Carb hat sicher den Vorteil einer schnellen Gewichtsabnahme, aber langfristig wird sich das Fehlen von Kohlenhydrate im Organismus gesundheitlich bemerkbar machen.