{"id":6541,"date":"2017-01-23T07:51:01","date_gmt":"2017-01-23T07:51:01","guid":{"rendered":"https:\/\/fitnfemale.de\/der-guide-der-veganen-und-vegetarischen-proteinquellen-2\/"},"modified":"2017-01-23T07:51:01","modified_gmt":"2017-01-23T07:51:01","slug":"der-guide-der-veganen-und-vegetarischen-proteinquellen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/der-guide-der-veganen-und-vegetarischen-proteinquellen-2\/","title":{"rendered":"Der Guide der veganen und vegetarischen Proteinquellen"},"content":{"rendered":"<p>F&uuml;r jede Sportlerin, die sich vegan oder vegetarisch ern&auml;hrt, stellt sich die Frage, woher sie ihr Protein bekommen soll. Geht es um Muskelaufbau, dreht sich im Internet fast alles um mageres Fleisch und Gefl&uuml;gel. Pflanzliche Eiwei&szlig;quellen kommen dabei fast nie vor.&nbsp; <\/p>\n<p> Damit ein Lebensmittel als &quot;komplette Proteinquelle&quot; angesehen wird, muss es alle neun essentiellen Aminos&auml;uren (EAA) enthalten. Huhn, Fisch und Rindfleisch k&ouml;nnen dies bieten und gelten daher seit Jahrzehnten als einzige M&ouml;glichkeit, aus der Nahrung Eiwei&szlig; f&uuml;r Muskel- und Kraftaufbau zu bekommen. Pflanzliche Proteine werden dabei h&auml;ufig in den Hintergrund gedr&auml;ngt, weil sie eben nicht alle neun EAA enthalten. Doch ist dies &uuml;berhaupt notwendig?<br \/> Nein, nicht jeder Bissen muss eine &quot;komplette Proteinquelle&quot; darstellen. Solange du keinen Mangel an einer der EAA hast, nutzt dein K&ouml;rper alles aus deinem Essen. Stelle daher sicher, dass du &quot;alle neune&quot; beisammen hast. Das erreichst du durch eine gezielte Kombination und Variation der verschiedensten pflanzlichen Eiwei&szlig;quellen.  <\/p>\n<p>Warum solltest du eher pflanzliche als tierische Proteine w&auml;hlen? Sie sind generell einfach besser f&uuml;r deinen Organismus. Menschen mit einer pflanzlichen Ern&auml;hrungsweise haben i.d.R. ein geringeres Risiko, unter Herzkrankheiten, Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck zu leiden. Letztlich weisen sie eine h&ouml;here Lebenserwartung auf. <\/p>\n<h2>Wo aber findest du die pflanzlichen Quellen f&uuml;r dein Eiwei&szlig;? <\/h2>\n<p> <strong>K&ouml;rner<\/strong><br \/> K&ouml;rner geh&ouml;ren wegen ihrer enthaltenen gesunden Kohlenhydrate zu den Grundnahrungsmitteln von Sportlern. Als Proteinquelle werden sie nicht angesehen. Einige K&ouml;rnersorten wie wei&szlig;er und brauner Reis haben tats&auml;chlich nur wenig Protein. Weizengluten oder Seitan enth&auml;lt hingegen etwa 63 Gramm Eiwei&szlig; pro 100 g. Seitan kann auch zu einem &quot;vollst&auml;ndigen&quot; Protein werden, wenn du es mit Sojasauce zusammen kochst. Grunds&auml;tzlich k&ouml;nnen die meisten K&ouml;rner mit Bohnen oder H&uuml;lsenfr&uuml;chten zubereitet werden, um ein komplettes EAA-Profil zu erhalten. Meistens entstehen auf diese Weise leckere Kombinationen (Bohnen und Reis, Erdnussbutter Toast oder Haferflocken, Hummus Pitas, etc.) Neben dem Proteingehalt sind K&ouml;rner eine ausgezeichnete Quelle f&uuml;r Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium. Weitere beliebte eiwei&szlig;reiche K&ouml;rnersorten sind u.a.: Wildreis (7 g Eiwei&szlig; \/ Tasse), geschnittener Hafer (12 g Eiwei&szlig; \/ 100 g) und Couscous (6 g Eiwei&szlig; \/ Tasse).<br \/> <strong>N&uuml;sse<\/strong><br \/> N&uuml;sse gelten oftmals &quot;nur&quot; als ausgezeichnete Lieferanten von Omega-3-Fetts&auml;uren, Antioxidantien, Vitaminen und Mineralien. Doch sie k&ouml;nnen tats&auml;chlich auch eine hervorragende Quelle pflanzlichen Proteins sein. N&uuml;sse wie Mandeln und Pistazien enthalten 18 Gramm Eiwei&szlig; pro 100 g und eine vergleichsweise geringe Menge an ges&auml;ttigten Fetten. Abgesehen vom Proteingehalt und den f&uuml;rs Herz so gesunden essentiellen Omega-3-Fetts&auml;uren sind N&uuml;sse ein einfacher Snack f&uuml;r zwischendurch, da die meisten Sorten entweder roh oder in Form von Nussbutter verzehrt werden k&ouml;nnen. Produkte wie Mandelbutter (7g Eiwei&szlig; \/ 2 EL) und Kaschu-Butter (6g Eiwei&szlig; \/ 2 EL) sind eine gute Alternative zu Erdnussbutter oder anderen pflanzlichen Protein-Aufstrichen.<br \/> Obwohl ihnen einige der essentiellen Aminos&auml;uren fehlen, k&ouml;nnen N&uuml;sse oder Nussbutter zusammen mit K&ouml;rnern zu vollst&auml;ndigen Proteinquellen werden. <br \/> <strong>Bohnen und H&uuml;lsenfr&uuml;chte<\/strong><br \/> Entgegen der landl&auml;ufigen Meinung (und seinem eigenen Namen), sind Erdn&uuml;sse H&uuml;lsenfr&uuml;chte. Durch ihr unterirdisches Wachstum, geh&ouml;ren sie zur gleichen Familie wie u.a. Linsen, Kichererbsen und Sojabohnen. Obwohl die Sojabohne die einzige H&uuml;lsenfrucht ist, die als &quot;vollst&auml;ndig&quot; bezeichnet werden kann, k&ouml;nnen Erdnussbutter oder Kichererbsen-Humus mit Vollkornbrot oder fettarmen Chips gegessen werden, um die die Einnahme aller essentiellen Aminos&auml;uren zu gew&auml;hrleisten. <br \/> Hier sind die beliebtesten H&uuml;lsenfr&uuml;chte und H&uuml;lsenfruchtprodukte, die reich an Protein und Ballaststoffen sind: Linsen (18 g Eiwei&szlig; \/ Tasse), Erdnussbutter (8 g Eiwei&szlig; \/ 2 EL), Humus (3 g Eiwei&szlig; \/ 2 EL), Kichererbsen (15 g Eiwei&szlig; \/ Tasse) und Sojabohnen (22 g Eiwei&szlig; \/ Tasse).<br \/> Du wirst kaum einen Menschen finden, der sich vegetarisch ern&auml;hrt und keine Bohnen und H&uuml;lsenfr&uuml;chte verzehrt. Daf&uuml;r gibt es einen guten Grund: Bohnen kommen in vielen verschiedenen Formen, Gr&ouml;&szlig;en und Geschmacksrichtungen vor und sind oft reich an Protein, Ballaststoffen, B-Vitamine, Kalium und Kalzium. Obwohl sie nicht alle neun EAA beinhalten, k&ouml;nnen sie kombiniert mit bestimmten K&ouml;rnerarten (z.B. Reis) zu &quot;vollst&auml;ndigen&quot; Proteinquellen werden. <br \/> Zu den h&auml;ufigsten verzehrten Bohnenarten mit hohem Proteingehalt geh&ouml;ren: Schwarze Bohnen (15 g Eiwei&szlig; \/ Tasse), Pinto Bohnen (15 g Eiwei&szlig; \/ Tasse), Ackerbohnen (13 g Eiwei&szlig; \/ Tasse) und Kidney-Bohnen (15 g Eiwei&szlig; \/ Tasse).<br \/> <strong>Saatgut (Samen)<\/strong><br \/> Eine der wenigen pflanzlichen Quellen, die als &quot;vollst&auml;ndiges&quot; Protein bezeichnet werden k&ouml;nnen, ist Quinoa. Es hat wenig Kohlenhydrate und Kalorien und ist eine attraktive Alternative zum Reis, die 24 Gramm Protein pro ungekochte Tasse enth&auml;lt. Au&szlig;erdem bietet Quinoa fast 50 % der empfohlenen Tagesdosis an Eisen und hat zweimal so viele Ballaststoffe wie die meisten K&ouml;rnersorten. <br \/> Andere Samen mit hohem Proteinanteil sind u.a.: Buchweizen (23 g Eiwei&szlig; \/ Tasse), Hanfsamen (10 g Eiwei&szlig; \/ ml), Chia-Samen (5 g Eiwei&szlig; \/ ml), Sonnenblumenkerne (15 g Eiwei&szlig; \/ 100g) und K&uuml;rbiskerne (5 g Eiwei&szlig; \/ ml). Damit alle neun EAA vorkommen, k&ouml;nnen Samen mit H&uuml;lsenfr&uuml;chten wie Linsen oder Kichererbsen kombiniert werden.<br \/> <strong>N&auml;hrhefe<\/strong><br \/> N&auml;hrhefe ist das vielleicht am besten geh&uuml;tete Geheimnis dieser Liste. Es ist eine weitere &quot;vollst&auml;ndige&quot; pflanzliche Proteinquelle. Wie der Name schon vermuten l&auml;sst, ist N&auml;hrhefe vollgepackt mit N&auml;hrstoffen bei einer &auml;hnlichen Konsistenz wie Parmesan-K&auml;se. Obwohl sie tats&auml;chlich aus Melasse geerntet wird, ist sie reich an Zink, Vitamin B12, Fols&auml;ure und &#8211; du ahnst es sicher schon &#8211; Protein. N&auml;hrhefe enth&auml;lt 42 Gramm Eiwei&szlig; pro 100 g und ist arm an Fett, Natrium und Zucker, was allein schon selten genug ist. Abgesehen davon ist die N&auml;hrhefe f&uuml;r ihren k&auml;seartigen Geschmack bekannt. Daher kann sie zu fast allem von Pasta bis zum Popcorn f&uuml;r eine leckere Sauce oder einen k&ouml;stlichen Dip hinzugef&uuml;gt werden. <br \/> <strong>Nahrungserg&auml;nzungspulver mit pflanzlichem Eiwei&szlig;<\/strong><br \/> Zus&auml;tzlich zu dem Verzehr von Lebensmitteln aus den oben genannten Kategorien, kann es f&uuml;r viele Menschen sinnvoll sein, ihren Proteinhaushalt durch die regelm&auml;&szlig;ige Einnahme von Proteinpulvern auf pflanzlicher Basis zu erg&auml;nzen. Viele Kraftsportler verwechseln die Nahrungserg&auml;nzungsmittel h&auml;ufig mit Hauptn&auml;hrstoffquellen. Diese Supplemente sollen lediglich erg&auml;nzen und verbessern. Eine zu hohe Dosis kann bei vielen Menschen dazu f&uuml;hren, dass sie ihr Potenzial nicht aussch&ouml;pfen k&ouml;nnen. Das gilt vor allem f&uuml;r Athleten, die &uuml;berwiegend pflanzliches Eiwei&szlig; verbrauchen. Pflanzliche Proteinquellen sind auf dem Vormarsch und es gibt schon jetzt keinen Mangel an wohlschmeckenden, leicht verdaulich Optionen.<br \/> Abgesehen von pflanzlichen Proteinpulver, das einen &quot;vollst&auml;ndigen&quot; Aminos&auml;ure-Profil enth&auml;lt, werden Eiwei&szlig;isolate aus Erbsen, Weizen, Hanf, Soja und Reis verwendet, um die EAA-Aufnahme zu befriedigen. <br \/> Es gibt endlos viele M&ouml;glichkeiten f&uuml;r Athleten, ihr Protein aus pflanzlichen Quellen zu holen. Obwohl immer noch viele Leute glauben, jede Proteinquelle m&uuml;sse vollst&auml;ndig sein, existiert bereits Literatur, die etwas ganz anderes aussagt. Du hast viele Gr&uuml;nde kennengelernt, um pflanzliche Proteinquellen zu w&auml;hlen. Hoffentlich hast du jetzt mindestens eine f&uuml;r dich entdeckt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr jede Sportlerin, die sich vegan oder vegetarisch ern\u00e4hrt, stellt sich die Frage, woher sie ihr Protein bekommen soll. Geht es um Muskelaufbau, dreht sich im Internet fast alles um mageres Fleisch und Gefl\u00fcgel. Pflanzliche Eiwei\u00dfquellen kommen dabei fast nie vor.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":2293,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Der Guide der veganen und vegetarischen Proteinquellen - FitNFemale\u00ae","description":"F\u00fcr jede Sportlerin, die sich vegan oder vegetarisch ern\u00e4hrt, stellt sich die Frage, woher sie ihr Protein bekommen soll. 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