{"id":6506,"date":"2017-06-06T02:49:17","date_gmt":"2017-06-06T02:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/fitnfemale.de\/alles-uber-flexible-dieting-2\/"},"modified":"2017-06-06T02:49:17","modified_gmt":"2017-06-06T02:49:17","slug":"alles-uber-flexible-dieting-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/alles-uber-flexible-dieting-2\/","title":{"rendered":"Alles \u00fcber Flexible Dieting"},"content":{"rendered":"<p>In den vergangenen Jahren hat sich im Rahmen des Kraftsports vor allem die Ern&auml;hrung als zentrales Streitthema herauskristallisiert, was mitunter abstruse Auswirkungen auf die Fitness-Community hatte. Eingenommen von diversen ern&auml;hrungstechnischen Extremen entwickelten sich gar wahre Feindschaften zwischen den Anh&auml;ngern der verschiedenen Ern&auml;hrungsideologien. Nicht zuletzt aufgrund dieser Tatsache geriet Sinnhaftigkeit totalit&auml;rer Ern&auml;hrungsformen gerade in letzter Zeit immer wieder in die Kritik von Athleten und Wissenschaftlern. Es ist also nicht unbedingt verwunderlich, dass das <strong>Flexible Dieting<\/strong>, das auch unter dem Namen <strong>&raquo;If it fits your macros&laquo; (IIFYM) <\/strong>bekannt ist, eine wahre Renaissance feiert. Was es mit diesem Konzept auf sich hat, und warum es f&uuml;r viele Athleten eine sinnvolle Alternative darstellt, erf&auml;hrst du im Rahmen dieses Artikels.<\/p>\n<h2>Warum Clean Eating &uuml;berbewertet wird<\/h2>\n<p> Bevor wir allerdings tiefer in die Materie des Flexible Dieting einsteigen wollen, lohnt es sich, zun&auml;chst einen kritischen Blick darauf eines der verbreitetsten Ern&auml;hrungskonzepte zu werfen, die dem Flexible Dieting entgegenstehen. Da es unm&ouml;glich ist, die gesamte Bandbreite an Di&auml;tformen der Thematik entsprechend korrekt abzubilden, beschr&auml;nken wir uns an dieser Stelle auf das sogenannte Clean Eating, im Zuge dessen ausschlie&szlig;lich besonders n&auml;hrstoffreiche und gesunde Nahrungsmittel konsumiert, und ungesunde Lebensmittel strikt gemieden werden. Im Detail betrachtet sollte dem kritischen Beobachter bereits auffallen, dass das Konzept des Clean Eatings einen nicht zu vernachl&auml;ssigenden Pferdfu&szlig; hat, denn eine allgemeing&uuml;ltige Definition, welche Lebensmittel als besonders wertvoll und gesund gelten, gibt es schlicht und ergreifend nicht. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich im &Uuml;brigen auch im Bezug auf die Klassifikation der ungesunden Lebensmittel. Auch dort existieren keinerlei allgemeing&uuml;ltige Standards. Vielmehr ist es so, dass beinahe jeder Athlet, der diesem Credo folgt, eigene Ma&szlig;st&auml;be anlegt und propagiert, was wiederum zu Irritationen in der Fitness-Gemeinde f&uuml;hrt. <\/p>\n<h2>Was ist Flexible Dieting eigentlich?<\/h2>\n<p> Beim Flexible Dieting handelt es sich nun um einen Ansatz, der die Ern&auml;hrung im Bereich des Kraftsports auf schockierende Weise vereinfacht und dementsprechend viele Probleme eliminiert, die mit extrem spezifizierten Ern&auml;hrungsformen verbunden sind. Grundlage sogenannten IIFYM ist die Annahme, dass nicht das einzelne Lebensmittel an sich, sondern die Kalorienbilanz am Ende des Tages &uuml;ber den Fortschritt auf dem Weg zum eigens gesetzten Ziel entscheidet. Dieser Schluss ist durchaus logisch, denn f&uuml;r den Organismus spielt es im Grunde genommen keine Rolle, aus welcher Quelle eine Energieeinheit stammt. Eine Kalorie ist schlichtweg eine Kalorie, ebenso wie eine Tonne Stahl dasselbe Gewicht aufweist wie eine Tonne Daunen. Zugegeben, ganz so einfach gestaltet sich die Materie dann doch nicht, denn neben im Kontext der Kalorienbilanz gilt es zudem die Makron&auml;hrstoffverteilung zu beachten, um zu gew&auml;hrleisten, dass der Organismus optimal mit N&auml;hrstoffen versorgt ist. Die Besonderheit des Flexible Dietings ist aber, dass es beinahe vollkommen egal ist, aus welcher Quelle die Kohlenhydrate, Proteine und Fette, die du aufnimmst, letztendlich stammen. Es spielt also keine Rolle, ob eine Portion von 30 Gramm Protein aus Dosenthunfisch oder einem Hamburger stammt. Alles, was z&auml;hlt, ist, dass du am Ende des Tages sowohl dein Kalorienziel als auch dein Makron&auml;hrstoffziel erreichst. Es liegt im Umkehrschluss also auf der Hand, dass das Flexible Dieting keinen Freifahrtschein f&uuml;r hemmungslose V&ouml;llerei darstellt, sondern den Ern&auml;hrungsalltag lediglich vereinfacht. Nat&uuml;rlich ist diese Ern&auml;hrungsform f&uuml;r ambitionierte Wettkampfathleten in der On-Season nicht geeignet, da sich damit nicht das Optimum aus den k&ouml;rperlichen M&ouml;glichkeiten herausholen l&auml;sst. Ganz im Gegenteil stellt der Ansatz frei nach der Pareto-Regel eine M&ouml;glichkeit f&uuml;r Freizeitathleten dar, mit vergleichsweise geringem Aufwand einen gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen Ertrag in Form von Muskelmasse respektive Fettverlust zu erzielen.<br \/> Wie du deine Energiebilanz f&uuml;r das Flexible Dieting aufstellst, damit du dein Vorhaben in die Praxis umsetzen kannst, musst du allerdings zun&auml;chst deinen Energiebedarf errechnen, denn nur so kannst du eine Energiebilanz aufstellen, die deinen t&auml;glichen Verbrauch widerspiegelt. Zu diesem Zweck multiplizierst du dein K&ouml;rpergewicht mit dem Faktor 24. Als Ergebnis erh&auml;ltst du den sogenannten Grundumsatz, der angibt, wie viel Energie dein K&ouml;rper binnen 24 Stunden verbrennt, ohne dass du dich aktiv bewegst. Anschlie&szlig;end muss der Grundumsatz mit dem sogenannten PAL-Wert multipliziert werden, der Aufschluss &uuml;ber Aktivit&auml;tsgrad eines Menschen gibt. Welcher Wert auf dich zutrifft, kannst du der folgenden Auflistung entnehmen:<br \/> &#8211; PAL 1,2 (vorwiegend sitzende T&auml;tigkeit \/ kein Workout)<br \/> &#8211; PAL 1,4 (&uuml;berwiegend leichte T&auml;tigkeit \/ 1-3 Trainingseinheit pro Woche)<br \/> &#8211; PAL 1,6 (moderate T&auml;tigkeit \/ 3-5 Trainingseinheiten pro Woche)<br \/> &#8211; PAL 1,8 (aktive Lebensweise \/ 6-7 Trainingseinheiten pro Woche)<br \/> &#8211; PAL 2,0 (harte k&ouml;rperliche Arbeit \/ 6-7 Trainingseinheiten pro Woche) <br \/> Das Ergebnis dieser Rechnung ist die Anzahl der Kalorien, die du t&auml;glich zu dir nehmen musst, um dein K&ouml;rpergewicht bei gegebenen Lebensumst&auml;nden zu halten. Willst du nun im Rahmen des Flexible Dieting Muskulatur aufbauen, addierst du 300 Kilokalorien hinzu. M&ouml;chtest du hingegen K&ouml;rperfett reduzieren, ziehst du 500 Kilokalorien ab.<\/p>\n<h2>So bestimmst du die Menge der Makron&auml;hrstoffe<\/h2>\n<p> Da du nun wei&szlig;t, wie viel Energie du t&auml;glich aufnehmen musst, ist es an der Zeit, die Makron&auml;hrstoffverteilung zu berechnen. An erster Stelle stehen diesbez&uuml;glich selbstredend die Proteine, die dem K&ouml;rper als essenzielle Grundbausteine f&uuml;r den Aufbau von neuem Gewebe dienen. Anstatt auf komplexe Kalkulationen oder windigen Aussagen zur&uuml;ckzugreifen, solltest du dich einfach an eine einfache Faustregel halten: Zwei Gramm Protein pro Kilogramm K&ouml;rpergewicht und Tag. Wenn dein K&ouml;rperfettanteil deutlich &uuml;ber 20 Prozent liegt, solltest du jedoch die Magermasse deines K&ouml;rpers f&uuml;r die Berechnung heranziehen, indem du die Fettmasse von deinem K&ouml;rpergewicht abziehst. &Auml;hnlich wie beim Protein verf&auml;hrst du auch im Fall des Fetts. Der einzige Unterschied, der sich im Vergleich zum Eiwei&szlig;konsum ergibt, ist die Tatsache, dass du nur ein Gramm Fett pro Kilogramm K&ouml;rpergewicht pro Tag zu dir nimmst. Abschlie&szlig;end multiplizierst du die t&auml;gliche Proteinaufnahme pro Tag mit dem Faktor vier sowie die Fettaufnahme mit dem Faktor neun, sodass sich die daraus resultierende Kalorienanzahl ergibt. Nun ziehst du das Resultat von dem im Vorhinein ermittelten Kalorienziel ab und teilst die Differenz durch vier, um die Kohlenhydratmenge in Gramm zu erhalten, mit denen du deine Energiebilanz auff&uuml;llst. Auch wenn du es kaum glauben magst, das war es schon. Halte dich an diese ma&szlig;geschneiderten Vorgaben, und der Erfolg ist dir gewiss.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist  nicht unbedingt verwunderlich, dass das Flexible Dieting, das auch unter dem Namen \u00bbIf it fits your macros\u00ab (IIFYM) bekannt ist, eine wahre Renaissance feiert. 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