{"id":6494,"date":"2017-02-23T01:31:35","date_gmt":"2017-02-23T01:31:35","guid":{"rendered":"https:\/\/fitnfemale.de\/stoffwechselschaden-alles-was-du-wissen-solltest-2\/"},"modified":"2017-02-23T01:31:35","modified_gmt":"2017-02-23T01:31:35","slug":"stoffwechselschaden-alles-was-du-wissen-solltest-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/stoffwechselschaden-alles-was-du-wissen-solltest-2\/","title":{"rendered":"Stoffwechselschaden &#8211; Alles, was du wissen solltest"},"content":{"rendered":"<p>Der <strong>Stoffwechselschaden<\/strong> ist mittlerweile zu einem gefl&uuml;gelten Wort geworden und jedem Kraftsportler mittlerweile ebenso gel&auml;ufig wie die Begrifflichkeit des &Uuml;bertrainings oder die des &uuml;berschwelligen Wachstumsreizes. Auch wenn der Begriff im Gegensatz zu anderen Vokabeln relativ neu ist, handelt es sich dabei um alles andere als ein neues Ph&auml;nomen. In der Medizin sind die damit in Verbindung stehenden Symptome n&auml;mlich unter Bezeichnungen wie Nebenniereninsuffizienz oder Schilddr&uuml;sendysfunktion bekannt. Da die Ursachen sowie die damit einhergehenden Gegenma&szlig;nahmen durchaus divergieren, herrscht mitunter Verwirrung rund um den Stoffwechselschaden, der wir im Rahmen dieses Artikels entgegentreten wollen.<\/p>\n<h2>Was ist eigentlich der Hungerstoffwechsel?<\/h2>\n<p> Dass der sogenannte Hungerstoffwechsel Realit&auml;t ist, bestreitet heute wohl kaum jemand mehr. Das Am&uuml;sante an der ganzen Geschichte ist jedoch, dass dieses Ph&auml;nomen schon wesentlich l&auml;nger bekannt ist und in der ern&auml;hrungswissenschaftlichen Forschung zu den meistuntersuchten Sachverhalten z&auml;hlt. Warum dennoch gro&szlig;e Verwirrung herrscht, ist schnell erkl&auml;rt, denn im Bereich der Ern&auml;hrungswissenschaft bezeichnet man diese Gegebenheit nicht als Hungerstoffwechsel, sondern &raquo;angepasste Thermogenese&laquo;, was aus wissenschaftlicher Sicht nat&uuml;rlich korrekt ist, die Interpretation f&uuml;r die meisten Menschen jedoch erschwert. In der Realit&auml;t ist es also so, dass der Hungerstoffwechsel im Rahmen jeder kalorienreduzierten Di&auml;t fr&uuml;her oder sp&auml;ter auftritt. Die Heftigkeit der Symptome und damit auch das Erreichen des Beschwerdelevels, das &uuml;blicherweise dem Stoffwechselschaden zugeordnet wird, h&auml;ngt indes aber von der praktischen Ausf&uuml;hrung des Di&auml;tvorhabens ab. Warum der Hungerstoffwechsel auch bei gesunden und austrainierten Menschen auftritt, die im klassischen Sinne gar nicht hungern m&uuml;ssen, liegt auf der Hand. Die Evolution konnte schlie&szlig;lich nicht davon ausgehen, dass wir es uns jemals leisten k&ouml;nnten einen K&ouml;rperkult zu inszenieren und freiwillig vor gef&uuml;lltem K&uuml;hlschrank zu hungern, um besser auszusehen. Folglich wird jeder Athlet fr&uuml;her oder sp&auml;ter zumindest mit einem leichten &raquo;Stoffwechselschaden&laquo; konfrontiert sein.&nbsp;<\/p>\n<h2>Wie du einen Stoffwechselschaden erkennst<\/h2>\n<p> Im Rahmen deiner Di&auml;t beginnst du nat&uuml;rlich mehr zu trainieren und im Gegenzug weniger Nahrung aufzunehmen, um an K&ouml;rperfett zu verlieren. Zu Beginn funktioniert dies auch wunderbar. Nach ein bis zwei Wochen jedoch beginnt dein Organismus jedoch Lunte zu riechen. Dies wirkt sich ganz praktisch aus, indem du dich zunehmend hungrig und zunehmend antriebslos f&uuml;hlst. Dar&uuml;ber hinaus neigst du dazu, die Lust zu versp&uuml;ren, zu salzigen, fettigen und stark zuckerhaltigen Lebensmitteln zu greifen. Wenn dies der Fall ist, kannst du dir sicher sein, dass du die erste Stufe des Hungerstoffwechsels bereits erreicht hast. Die dahinterstehende stoffwechseltechnische Anpassung hat zur Folge, dass dein Organismus den Energieverbrauch reduziert, und du somit unter den gegebenen Umst&auml;nden weniger Fett verbrennst. Um der Stagnation zu entgehen, bei&szlig;t du auf die Z&auml;hne und trittst ihr durch eine weitere Kalorienreduktion und noch h&auml;rteres Training entgegen. Auch dies funktioniert wieder f&uuml;r eine Weile, bis dein Organismus abermals zur&uuml;ckschl&auml;gt &#8211; die zweite Stufe des Hungerstoffwechsels. Wieder kommt es zu einer Reduktion des Energielevels bei gleichzeitig steigendem Hungergef&uuml;hl. Ein Teufelskreis, dem viele Athleten schlie&szlig;lich mit immer h&auml;rteren Ma&szlig;nahmen begegnen. Wenn du an dieser Stelle immer weiter fortf&auml;hrst, ist das Ergebnis zwangsweise die dritte Stufe des Hungerstoffwechsels, der sogenannte Stoffwechselschaden. Der stagnierende Fettabbau ist in diesem Kontext aber dein geringstes Problem, denn die Auswirkungen auf deine Gesundheit sind wesentlich dramatischer. Schlafst&ouml;rungen, eine gest&ouml;rte Libido, eine erh&ouml;hte Infektionsanf&auml;lligkeit sowie m&ouml;gliche Depressionen sind nur einige Folgen.&nbsp;<br \/> Was du in einer solchen Situation definitiv nicht tun solltest<br \/> An dieser Stelle konsultieren viele Athleten den versammelten Expertenrat des Internets, der in all seiner Weisheit nat&uuml;rlich auch einen L&ouml;sungsweg parat hat. Dieser hei&szlig;t in der Regel: Kalorienaufnahme verdoppeln und das Trainingsvolumen beibehalten und die Reaktion des K&ouml;rper beobachten. Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn ein Organismus, der sich im Hungermodus befindet pl&ouml;tzlich eine deutlich gr&ouml;&szlig;ere Energiemenge zur Verf&uuml;gung hat? Ganz klar, der auf Effizienz basierende menschliche K&ouml;rper tut alles in seiner Macht stehende, um die zur Verf&uuml;gung stehende Energie zu speichern, um f&uuml;r die n&auml;chste &raquo;Hungerphase&laquo; besser ger&uuml;stet zu sein. Wenn du also deine Kalorienaufnahme zu sehr erh&ouml;hst, wirst du aufgeben wie ein Hefeklo&szlig;. Es ist in einem solchen Fall keine Seltenheit, dass Trainierende binnen einer Woche bis zu f&uuml;nf Kilogramm an Fettmasse und Wasser zulegen. Sofern deine Symptome also nicht durch eine ernstzunehmende Dysfunktion verursacht werden, was sinnvollerweise bei einem Arzt abzukl&auml;ren ist, solltest du wie im Folgenden erl&auml;utert verfahren. &nbsp;<br \/> Wie du deinen Stoffwechsel wieder in den Griff bekommst<br \/> Bevor dich dich daran begibst, deinem K&ouml;rper zu zeigen wo der Hammer h&auml;ngt, solltest du dir dessen bewusst sein, dass dein Organismus nicht wie eine unkaputtbare Dampfmaschine arbeitet, sondern wie ein Schweizer Uhrwerk mit tausenden Zahnr&auml;dern die im Normalfall reibungslos ineinandergreifen. Dein Schweizer Uhrwerk ist aber kaputt, sodass du behutsam vorgehen musst, um die empfindliche Mechanik nicht weiterhin nachhaltig zu sch&auml;digen. Je h&auml;rter du n&auml;mlich mit di&auml;tischen Methoden gegen deinen Stoffwechsel arbeitest, desto h&auml;rter wird er zur&uuml;ckschlagen. Der einzig richtige Ausweg ist also, selbst nachzugeben. An dieser Stelle bietet sich dir eine in drei Optionen aufgesplittete L&ouml;sung an, deren jeweilige Anwendung sich ganz danach richtet, in welcher Phase des Stoffwechselschadens oder Hungerstoffwechsels du dich aktuell befindest.<br \/> <strong>Phase 1 &#8211; &raquo;Thermische Kompensation&laquo;<\/strong><br \/> In der ersten Phase ist es noch relativ einfach, den sich anbahnenden Stoffwechselschaden zu beheben. An dieser Stelle solltest du den auf deinen K&ouml;rper einwirkenden Stress reduzieren, indem du entweder etwas weniger isst und gleichzeitig weniger trainierst oder indem du mehr isst aber gleichzeitig auch etwas mehr trainierst. Solange du nicht in das Muster &raquo;weniger essen, mehr trainieren&laquo; verf&auml;llst, wird diese Strategie in der Phase der thermischen Kompensation definitiv funktionieren. Binnen einer Woche bist du in der Regel zur&uuml;ck in der Spur.<br \/> <strong>Phase 2 &#8211; &raquo;Metabolischer Widerstand&laquo;<\/strong><br \/> In der Regel l&auml;uft das Vorgehen im Zuge der zweiten Phase des Hungerstoffwechsels &auml;hnlich komplikationslos ab wie die erste Phase. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass sich der Prozess auf drei bis vier Wochen erstreckt. In der Praxis solltest du in den ersten zwei bis drei Wochen weniger essen und weniger trainieren, bevor du ab der dritten oder vierten Woche zu &uuml;bergehst, die Kalorienzufuhr und das Trainingsvolumen nach oben zu schrauben. Erg&auml;nzend kann es zudem erforderlich sein, dass du erg&auml;nzende Ma&szlig;nahmen ergreifst, die dir dabei helfen, dich zu entspannen und sowohl physischen als auch k&ouml;rperlichen Stress zu reduzieren. Dazu z&auml;hlen unter anderem ausreichend Schlaf, Massagen, Saunag&auml;nge, Sex und ein ausgef&uuml;lltes Sozialleben.<br \/> <strong>Phase 3 &#8211; &nbsp;&raquo;Klassischer Stoffwechselschaden&laquo;<\/strong><br \/> Sobald du auf dieser metabolischen Stufe angelangt bist, hast du nur wenige Optionen. Weniger essen und gleichzeitig das Trainingspensum reduzieren ist der einzige Ausweg, der langfristig zum Erfolg f&uuml;hrt. Dar&uuml;ber hinaus wird es sich kaum vermeiden lassen, dass du in puncto Trainingsintensit&auml;t deutlich k&uuml;rzer treten musst. Vielmehr m&uuml;ssen Ruhe und Regeneration im Fokus stehen. Das Trainings sollte sich also auf einige leichte Einheiten und lockere Bewegung an der frischen Luft beschr&auml;nken. Befindest du dich in der dritten Phase ist es aber in jedem Fall ratsam, einen Arzt zu konsultieren, um eine organische Ursache auszuschlie&szlig;en. Sollte dies der Fall sein, bist du mit der richtigen Behandlung nach weniger Monaten aber ebenfalls wieder in der Spur. <\/p>\n<h2 style=\"&quot;color:\" #555555; letter-spacing: normal;&quot;>Der schmale Grat zwischen Dysfunktion, Krankheit und Schutzfunktion&nbsp;<\/h2>\n<p> Die moderne Medizin operiert unweigerlich in der schwer zu definierenden Grauzone zwischen Gesundheit und Krankheit, was zur Folge hat, dass die dazwischen befindlichen Graut&ouml;ne nicht immer in ihrer G&auml;nze erfasst und richtig gedeutet werden k&ouml;nnen. Folglich stellen Symptome, wie sie f&uuml;r einen Stoffwechselschaden &uuml;blich sind, die Medizin oft vor Probleme, da es sich bei der Ursache sowohl um eine beginnende Dysfunktion oder bereits um eine ernste Krankheit handelt. Da viele Mechanismen des menschlichen Organismus im Bereich der Medizin aber noch nicht &uuml;ber Jahrzehnte bekannt sind, kommt es immer wieder dazu, dass Fehldiagnosen getroffen werden oder das Vorhandensein des sogenannten Stoffwechselschadens in Folge einer Di&auml;t ausgeschlossen wird. In dieser Beziehung gleicht der Stoffwechselschaden dem &Uuml;bertraining, denn auch dieses, respektive die daraus resultierenden Symptome wurden lange Zeit als Mythos bezeichnet. Unter dem Strich leiden aber nur die wenigsten wirklich unter einer ernstzunehmenden Krankheit oder Dysfunktion, sondern weisen lediglich die bekannten Merkmale eines Hungerstoffwechsels auf. Dieser hat aus Evolutionsbiologischer Sicht eine gro&szlig;e Bedeutung, da die n&auml;chste Mahlzeit in grauer Vorzeit selbstredend nicht im K&uuml;hlschrank auf uns wartet und der Organismus seinen Energiestoffwechsel dementsprechend anpassen musste, um das &Uuml;berleben zu sichern.&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Stoffwechselschaden ist mittlerweile zu einem gefl\u00fcgelten Wort geworden und jedem Kraftsportler mittlerweile ebenso gel\u00e4ufig wie die Begrifflichkeit des \u00dcbertrainings oder die des \u00fcberschwelligen Wachstumsreizes. 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