{"id":6439,"date":"2017-02-21T23:43:58","date_gmt":"2017-02-21T23:43:58","guid":{"rendered":"https:\/\/fitnfemale.de\/alles-uber-den-glykamischen-index-2\/"},"modified":"2017-02-21T23:43:58","modified_gmt":"2017-02-21T23:43:58","slug":"alles-uber-den-glykamischen-index-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/alles-uber-den-glykamischen-index-2\/","title":{"rendered":"Alles \u00fcber den Glyk\u00e4mischen Index"},"content":{"rendered":"<p>Auf der Suche nach einem sinnvollen und gleichzeitig einfach zu handhabenden Instrument zur Pr&auml;vention von Diabetes Typ II hat man sich zu Beginn der 1980er-Jahre den sogenannten <strong>Glyk&auml;mischen Index<\/strong>, kurz <strong>GI,<\/strong> ausgedacht. Die Intention hinter dem Glyk&auml;mischen Index war es, die Lebensmittelauswahl deutlich zu vereinfachen. Seit der Entwicklung des Index hat sich viel getan, denn l&auml;ngst ist der GI nicht mehr nur im Kontext der Diabetesbehandlung ein Begriff. <br \/> Vielmehr hat er sich zu einem grundlegenden Werkzeug zahlreicher Abnehmprogramme gemausert. Das Problem, das der Glyk&auml;mische Index mit sich bringt, ist allerdings, dass die meisten Anwender nicht wirklich verstehen, was er &uuml;berhaupt misst. Dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass es bei der Auswahl der richtigen Lebensmittel das eine oder andere Missverst&auml;ndnis gibt. Was also hat es mit dem Glyk&auml;mischen Index wirklich auf sich? <\/p>\n<h2>Der Glyk&auml;mische Index und seine Theorie<\/h2>\n<p> Die theoretische Annahme, auf der der Glyk&auml;mische Index basiert, ist, dass eine zu gro&szlig;e Menge an Kohlenhydraten, die aus den falschen Lebensmitteln stammt, deutlich zu viel Glucose in den K&ouml;rper einschleust. Diese gro&szlig;e Menge an Glucose f&uuml;hrt wiederum zu einem starken Anstieg des Blutzuckerspiegels sowie zu einer entsprechend starken Aussch&uuml;ttung von Insulin. Das wiederum kann im Gegenzug zu Unterzuckerung und damit darauffolgenden Hei&szlig;hungerattacken f&uuml;hren. H&auml;ufig f&uuml;hren diese Hei&szlig;hungerattacken zu einer starken Gewichtszunahme sowie zu M&uuml;digkeit und mentaler Abgeschlagenheit. Gem&auml;&szlig; dieser Faktenlage soll der Glyk&auml;mische Index abnehmwilligen Menschen also dabei helfen, Lebensmittel konsequent zu vermeiden, die zu schnell zu viel Glucose in den K&ouml;rper einschleusen. Lebensmittel, die diese Eigenschaft haben, sind mit einem hohen GI-Wert gekennzeichnet. Dazu z&auml;hlen neben den &uuml;blichen verd&auml;chtigen S&uuml;&szlig;igkeiten auch Wei&szlig;mehlprodukte, Nudeln sowie wei&szlig;er Reis. Auf der anderen Seite der Skala befinden sich Lebensmittel, die komplexe Kohlenhydrate enthalten, die nur langsam ins Blut gelangen. Der Glyk&auml;mische Index ist in der Theorie also ein sehr n&uuml;tzliches Instrument. <\/p>\n<h2>Der Glyk&auml;mische Index reicht nicht aus <\/h2>\n<p> Das Hauptproblem, das mit dem Index verbunden ist, ist, dass dieser nicht wirklich repr&auml;sentiert, wie viel Zucker tats&auml;chlich in einem Lebensmittel enthalten ist und wie sich dieser auswirkt. In manchen F&auml;llen hat eine Kohlenhydratquelle zwar einen hohen Glyk&auml;mischen Index, enth&auml;lt aber nicht viel Zucker. Anders herum gibt es wiederum auch Lebensmittel mit einem sehr hohen Zuckeranteil, die einen niedrigen GI aufweisen. Du siehst also, dass der GI alleine nicht gen&uuml;gend Informationen liefert, um auf dessen Basis &raquo;gute&laquo; von &raquo;schlechten&laquo; Lebensmitteln zu unterscheiden. Eine im American Journal of Clinical Nutrition ver&ouml;ffentlichte Studie f&ouml;rderte zutage, dass es keine gute Idee ist, sich bei der Auswahl seiner Kohlenhydratquellen ausschlie&szlig;lich auf den GI zu verlassen. Das gilt insbesondere dann, wenn du Gewicht verlieren m&ouml;chtest. Im Rahmen einer auf 18 Monate angelegten Untersuchung wurden mehr als 200 Frauen in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe f&uuml;hrte eine kalorienreduzierte Di&auml;t durch, wobei beinahe ausschlie&szlig;lich Lebensmittel mit einem niedrigen GI konsumiert wurden. Die andere Gruppe konsumierte dementsprechend fast ausschlie&szlig;lich Lebensmittel mit einem hohen GI. Du denkst vielleicht, dass die Gruppe, die Lebensmittel mit niedrigen GI konsumierte, besser abgeschnitten hat? &Uuml;berraschenderweise ergab die Studie jedoch, dass es hinsichtlich der Gewichtsabnahme keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen gab. Eine weitere Untersuchung verglich den Effekt den Cornflakes, mit einem hohen GI haben, mit Cornflakes, die einen niedrigen GI haben. Wenig &uuml;berraschend kamen die Forscher auch in diesem Fall zu dem Ergebnis, dass kein signifikanter Unterschied hinsichtlich des Blutzuckerspiegels festzustellen war. <\/p>\n<h2>Wie kann der GI in der Praxis verwendet werden? <\/h2>\n<p> Wenn du dar&uuml;ber nachdenkst, das Konzept des GI f&uuml;r deine Di&auml;t zu nutzen, solltest du einige andere Faktoren beachten, die notwendig sind, damit der GI &uuml;berhaupt einen Nutzen entfalten kann. Es geht im Detail n&auml;mlich nicht einzig darum, wie viel Zucker ein Lebensmittel enth&auml;lt, sondern um die gesamte N&auml;hrstoffzusammensetzung, denn sowohl Fette, Proteine als auch Ballaststoffe haben einen erheblichen Einfluss darauf, wie schnell der enthaltene Zucker in den Blutkreislauf gelangt. Es macht also in jedem Fall Sinn, den GI als Indikator zu sehen und die Lebensmittel selbst genauer zu betrachten. Da du Nudeln schlie&szlig;lich auch nicht trocken ohne jede Beilage oder So&szlig;e isst, wird deutlich, dass der GI tats&auml;chlich eher theoretischer Natur ist. Wenn du die Nudeln also beispielsweise durch proteinreiche Lebensmittel wie H&auml;hnchenbrust sowie Fett in Form von einer Pestosauce erg&auml;nzt, verl&auml;ngert sich die Aufnahme der in den Nudeln enthaltenen Kohlenhydrate enorm. Damit reduziert sich auch die Heftigkeit des Blutzuckeranstiegs, sodass dieser zeitverz&ouml;gert und deutlich moderater erfolgt. Mit Hilfe dieses einfachen Kniffs kannst du deinem Hunger zudem ein Schnippchen schlagen, denn durch das zus&auml;tzliche Fett und die Proteine bleibst du deutlich l&auml;nger satt. <\/p>\n<h2>Fazit <\/h2>\n<p> Unter dem Strich ist der Glyk&auml;mische Index in der Praxis lediglich eine theoretische Orientierung, die dir dabei hilft, extrem zuckerhaltige Lebensmittel zu vermeiden. Verlass dich aber nicht nur auf den GI, denn das ist, wie die Studien eindrucksvoll belegen, &auml;u&szlig;erst kontraproduktiv. Achte stattdessen darauf, dass du die Blutzuckerspitzen durch die Kombination von kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln mit Fetten und Proteinen abmilderst. Das ist deutlich effektiver. &#8211;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Suche nach einem sinnvollen und gleichzeitig einfach zu handhabenden Instrument zur Pr\u00e4vention von Diabetes Typ II hat man sich zu Beginn der 1980er-Jahre den sogenannten Glyk\u00e4mischen Index, kurz GI, ausgedacht. 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