{"id":2325,"date":"2017-02-16T10:19:27","date_gmt":"2017-02-16T10:19:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitnfemale.de\/?p=2325"},"modified":"2017-10-01T06:54:23","modified_gmt":"2017-10-01T06:54:23","slug":"modewort-glutenfrei-was-steckt-dahinter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/modewort-glutenfrei-was-steckt-dahinter\/","title":{"rendered":"Modewort glutenfrei: Was steckt dahinter?"},"content":{"rendered":"<p>Wunderst du dich auch manchmal &uuml;ber die Lebensmitteletiketts, die du in Superm&auml;rkten und Discountern vorfindest? Ganze Regalreihen werden aufgebaut und die Produkte rufen dir zu: &quot;Laktosefrei&quot;. Fast die H&auml;lfte der K&uuml;hltheke ist bereits reserviert und du fragst dich, ob die halbe Welt wohl inzwischen laktoseintolerant ist? Wovon haben sich diese Personen noch vor ein paar Jahren ern&auml;hrt, als es &quot;laktosefrei&quot; nicht gab? Genauso verh&auml;lt es sich anscheinend jetzt mit dem Etikett &quot;glutenfrei&quot;. Was bedeutet dieses Wort und wie kannst du feststellen, ob du vielleicht auch Probleme mit Gluten hast? Finde heraus, was es mit Gluten genau auf sich hat &#8230;<\/p>\n<h2> Gluten &#8211; was ist das eigentlich?<\/h2>\n<p> In Weizen, Roggen, Gerste und einigen anderen Getreidesorten ist das Klebereiwei&szlig; Gluten enthalten. Von Vegetariern wird es, unter wiederholtem Auswaschen des Mehls, als Fleischersatz genutzt. In handels&uuml;blichen Backwaren sorgt Gluten daf&uuml;r, dass der Teig seine Konsistenz und Form erlangt und gebacken werden kann. <\/p>\n<h2> Gluten und Z&ouml;liakie<\/h2>\n<p> Bei manchen Menschen scheint sich eine Unvertr&auml;glichkeit gegen Gluten entwickelt zu haben. Sie vertragen herk&ouml;mmliche Backwaren pl&ouml;tzlich nicht mehr. Der Darm reagiert pl&ouml;tzlich auf das Fremdeiwei&szlig; und Bauchschmerzen, Bl&auml;hungen, Durchfall und Entz&uuml;ndungsreaktionen stellen sich ein. Diese Unvertr&auml;glichkeit von Gluten wird als Z&ouml;liakie bezeichnet.<\/p>\n<h2> Wen kann es treffen?<\/h2>\n<p> Grunds&auml;tzlich kann jeder Mensch in jedem Lebensalter von Z&ouml;liakie betroffen sein. Es scheint eine genetische Vorbelastung zu geben, die die Krankheit aber nicht zwingend zum Ausbruch bringt. Behandlungsm&ouml;glichkeiten wurden bislang nicht gefunden &#8211; ein lebenslanger Verzicht auf Produkte, die Gluten enthalten, ist die einzige M&ouml;glichkeit, Symptome zu vermeiden. Tats&auml;chlich ist die Zahl der Betroffenen aber relativ gering. So wird vermutet, dass der Anteil der an Z&ouml;liakie erkrankten Menschen bei ca. 1 % der Gesamtbev&ouml;lkerung liegt. Weil die Symptome der Glutenunvertr&auml;glichkeit nicht eindeutig sind und auch auf andere Erkrankungen hinweisen k&ouml;nnen, liegt vor den Betroffenen oft ein langer Weg, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten.<\/p>\n<h2> Gluten-Empfindlichkeit &#8211; dauerhafter Verzicht auf Lebensqualit&auml;t? <\/h2>\n<p> Menschen mit dieser Art der Allergie k&ouml;nnen unbeschadet aus dem ganzen Spektrum der Nahrungsmittel w&auml;hlen: Obst, Gem&uuml;se, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier. Gluten befindet sich nur in einigen Getreidesorten. Als Alternative gibt es glutenfreie Pflanzensorten wie Hirse, Reis, Buchweizen, Quinoa und andere Arten. Daraus werden bereits viele Produkte mit guter Vertr&auml;glichkeit gewonnen. Besonders Bio-L&auml;den verf&uuml;gen &uuml;ber ein gro&szlig;es Sortiment mit wohlschmeckenden Alternativen.<\/p>\n<h2> Was kannst du sonst noch tun?<\/h2>\n<p> Wenn du vermutest, auch von einer Gluten-Empfindlichkeit betroffen zu sein, solltest du dich zuerst mit Informationen &uuml;ber die Erkrankung eindecken und dich mit den alternativen Nahrungsmitteln vertraut machen. L&auml;sst du die &uuml;blichen Backwaren und Nahrungsmittel aus Getreide weg, kann ein Defizit an Mikron&auml;hrstoffen entstehen, das du m&ouml;glicherweise ausgleichen solltest. Besonders wenn du sportlich aktiv bist, k&ouml;nnen Vitamine und Mineralstoffe fehlen. Im Zweifelsfall kannst du dich an eine Ern&auml;hrungsberatung oder deinen Arzt wenden.<br \/> Glutenfrei bedeutet nicht gleichzeitig gesund. Auch wenn dich dieses Label anlacht, solltest du nicht davon ausgehen, dass du ganze Packungen von diesen Produkten verdr&uuml;cken kannst. Achte weiterhin auf das Kleingedruckte. In den Nahrungsmitteln k&ouml;nnen andere Zusatzstoffe, viel Zucker und viel Fett enthalten sein. Du kannst also auch von glutenfreien Nahrungsmitteln zunehmen oder deine Di&auml;t damit torpedieren.<br \/> Verpackte und hoch verarbeitete Lebensmittel, auch wenn sie glutenfrei daher kommen, sind kein Ersatz f&uuml;r frische Nahrung. Auch wenn sie dir suggerieren, dass du hier besondere Produkte erh&auml;ltst, ist selbst verarbeitetem Essen ohne alle Zusatzstoffe (m&ouml;glichst frisch oder schockgefrostet) der Vorzug zu geben. Kekse bleiben nun einmal Kekse &#8211; ob glutenfrei oder nicht. An die wertvollen Inhaltsstoffe eines selbst gemachten Obstsalates aus Fr&uuml;chten der Saison reichen sie nicht heran. <br \/> Glutenfreie Produkte sind verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig teuer. Wenn du das Klebereiwei&szlig; tats&auml;chlich aus deiner t&auml;glichen Ern&auml;hrung verbannen m&ouml;chtest oder musst, kannst du lernen, diese selbst zu kochen oder zu backen. Dadurch wei&szlig;t du auch gleich, welche Inhaltsstoffe in deinen Mahlzeiten enthalten sind.<\/p>\n<h2> Fazit<\/h2>\n<p> Die Z&ouml;liakie-Forschung ist heute noch nicht abgeschlossen. Die richtige Diagnose zu stellen, kann schwierig sein, da diese Autoimmunerkrankung oft parallel zu anderen Krankheiten auftritt. Gluten auf Verdacht aus der Ern&auml;hrung zu eliminieren ist ein vorschneller, ungeeigneter Ansatz. Wenn nach dem Verzehr von Backwaren bei dir pl&ouml;tzlich geh&auml;uft Beschwerden auftreten, sollte dich dein erster Weg zu einem Arzt f&uuml;hren. Nur mit einer umfassenden Diagnose ist eine zielgerichtete Behandlung sinnvoll.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Glutenfrei &#8211; Was bedeutet dieses Wort und wie kannst du feststellen, ob du vielleicht auch Probleme mit Gluten hast? 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