{"id":2218,"date":"2017-03-01T15:47:15","date_gmt":"2017-03-01T15:47:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.fitnfemale.de\/?p=2218"},"modified":"2017-10-01T06:51:52","modified_gmt":"2017-10-01T06:51:52","slug":"unser-taglich-koffein-was-du-uber-die-unterschiedlichen-koffeinquellen-wissen-solltest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/unser-taglich-koffein-was-du-uber-die-unterschiedlichen-koffeinquellen-wissen-solltest\/","title":{"rendered":"Unser t\u00e4glich Koffein &#8211; Was du \u00fcber die unterschiedlichen Koffeinquellen wissen solltest"},"content":{"rendered":"<p>Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, wenn wir behaupten, dass <strong>Koffein<\/strong> f&uuml;r viele Menschen hierzulande zum t&auml;glichen Leben geh&ouml;rt, wie die Luft zum Atmen. Eine Studie aus den USA, die eben jene Behauptung unter die Lupe genommen hat, best&auml;tigt dies zumindest f&uuml;r das Land der unbegrenzten M&ouml;glichkeiten. Im Durchschnitt konsumieren dort rund 90 Prozent aller Erwachsenen mehr oder weniger regelm&auml;&szlig;ig Koffein, eine Zahl, die im Angesicht des hierzulande exorbitanten Cola- und Kaffeekonsums durchaus &uuml;bertragbar ist. W&auml;hrend sich ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung im Durchschnitt allerdings mit eher geringen t&auml;glichen Dosen von 150-240 Milligramm begn&uuml;gt, sorgen die oberen zehn Prozent mit einer Aufnahme von 500-1100 Milligramm pro Tag f&uuml;r einen geh&ouml;rigen Peak in der Konsumkurve. Wir Kraftsportler liegen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in genau diesem Bereich, weshalb es durchaus interessant ist, dar&uuml;ber Bescheid zu wissen, aus welchen Quellen unsere t&auml;gliche Koffeindosis stammt. Anders als du vielleicht denkst, handelt es sich n&auml;mlich nicht immer um die gleiche Quelle. Ganz im Gegenteil bergen die unterschiedlichen Quellen ganz individuelle Vor- und Nachteile, die du dir im Rahmen deines Trainings zunutze machen kannst.<\/p>\n<h2>Anhydrisches Koffein<\/h2>\n<p> Bei dieser speziellen Form, die auch unter dem Namen 1,3,7-Trimethylxanthin bekannt ist, handelt es sich um die gebr&auml;uchlichste Variante, die nicht zuletzt aufgrund ihrer geringen Kosten in den meisten Pre-Workout-Supplements zum Einsatz kommt. Der gro&szlig;e Vorteil dieser synthetischen Form liegt jedoch darin, dass der Stoff leicht durch den Organismus aufgenommen werden kann, was dadurch belegt wird, dass lediglich ein Bruchteil von gut zwei Prozent ungenutzt &uuml;ber den Urin ausgeschieden wird. Wie wissenschaftliche Studien belegen, f&uuml;hrt die Einnahme 30-60 Minuten vor dem Training zu signifikanten Leistungssteigerungen im Bereich der Kraft sowie im Bezug auf die Kraftausdauer. Insbesondere im letztgenannten Kontext konnten Sportwissenschaftler im Rahmen einer Untersuchung mit Ausdauerathleten feststellen, dass eine beispielhafte Dosis von gut 5 Milligramm pro Kilogramm K&ouml;rpergewicht die Erm&uuml;dungsresistenz in einem Ausdauertest um bis zu 23 Prozent reduzieren konnte. Dar&uuml;ber hinaus stieg der Anteil des K&ouml;rperfetts an der Energiegewinnung unter den gleichen Bedingungen um 3 Prozent. Es liegt also auf der Hand, das der Einsatz der Stimulanz f&uuml;r uns Sportler zahlreich Vorteile birgt. Nun k&ouml;nnte man jedoch annehmen, dass unsereins anstelle von koffeinhaltigen Supplementen auf den Einsatz von nat&uuml;rlichen Quellen wie Kaffee bauen k&ouml;nnte. Prinzipiell ist dies auch richtig, nur enth&auml;lt beispielsweise Kaffee zahlreiche weitere Substanzen, welche die stimulierende Wirkungsweise des Koffeins d&auml;mpfen k&ouml;nnen, sodass gr&ouml;&szlig;ere Mengen aufgenommen werden m&uuml;ssen. Athleten die tendenziell einen nerv&ouml;sen Magen haben, d&uuml;rfte dies allerdings vor Probleme stellen, womit Trainings-Booster, die anhydrisches Koffein enthalten, klar im Vorteil sind.<\/p>\n<h2>Koffeinzitrat<\/h2>\n<p> Im Kontrast zu anderen Darreichungsformen wurde das Koffeinzitrat aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht allzu gr&uuml;ndlich erforscht, sodass derzeit lediglich eine Hand voll Studien existiert, im Rahmen derer das Koffeinzitrat hinsichtlich seiner Wirkungsweise gegen&uuml;ber anderen Koffeinsorten untersucht worden ist. Nichtsdestotrotz ist es eine Tatsache, dass das Koffeinzitrat nicht zuletzt aufgrund des geringeren Koffeinanteils pro Milligramm eine bessere L&ouml;slichkeit vorzuweisen hat, sich im Gegenzug jedoch als weniger stabil erweist. Im Dunstkreis der Nahrungserg&auml;nzungsmittelindustrie erfreut sich Koffeinzitrat haupts&auml;chlich aufgrund seines niedrigen pH-Werts, der die Haltbarkeit der Produkte positiv beeinflusst, zunehmend an Beliebtheit.&nbsp;<\/p>\n<h2>Di-Koffein-Malat<\/h2>\n<p> Bei dieser Darreichungsform des Koffeins handelt es sich um eine Form der Stimulanz, die etwas h&ouml;her konzentriert ist als beispielsweise Koffeinzitrat. Die molekulare Struktur erm&ouml;glicht es laut Angaben der Supplement-Industrie, dass der Stoff ebenso schnell ins Blut aufgenommen werden kann, wie reines anhydrisches Koffein. In der Praxis soll sich also eine &auml;hnlich starke Wirkung entfalten, allerdings ohne dass der Magen allzu sehr gereizt wird, was vielen Athleten entgegen kommen soll. Dummerweise gibt es bis dato keine pharmakokinetischen Erkenntnisse, welche die Verlautbarungen der Hersteller substanziell untermauern w&uuml;rden. Es besteht also derzeit kein Anlass dazu, eine ernsthafte &Uuml;berlegenheit gegen&uuml;ber anderen Darreichungsformen anzunehmen.<\/p>\n<h2>Pflanzliche Koffeinsorten<\/h2>\n<p> Im Folgenden findest du die bekanntesten pflanzlichen Koffeinquellen, die unter anderem auch f&uuml;r die Produktion von Nahrungserg&auml;nzungsmitteln verwendet werden. &nbsp;<br \/> <strong>Tee-Extrakte<br \/> <\/strong>Dass Kaffee koffeinhaltig wissen die meisten, dass jedoch auch die Bl&auml;tter und Spr&ouml;sslinge der Teepflanze koffeinhaltig sind, &uuml;berrascht hingegen viele. Um genau zu sein, trat der Tee-Extrakt, der auf diversen Etiketten auch unter dem Namen Gr&uuml;ntee-Extrakt, Oolong Tee oder Camellia sinensis zu finden ist, seinen Siegeszug als Zutat in Fitness-Produkten parallel zum Verschwinden des Ephedrins an. Die Tee-Extrakte verdanken ihre Beliebtheit aber nicht ausschlie&szlig;lich ihrem nat&uuml;rlichen Koffeinanteil, sondern auch diversen Antioxidanzien, wie den Katechinen, die auf den Metabolismus ebenfalls eine stimulierende Wirkung haben k&ouml;nnen. In welchem Verh&auml;ltnis der Anteil des reinen Koffeins im Vergleich zur Konzentration der jeweiligen Antioxidanzien steht, h&auml;ngt indes von der betreffenden Teesorte ab, auf der der Extrakt basiert. W&auml;hrend die reine Koffeinkonzentration beispielsweise in schwarzem Tee am h&ouml;chsten ist, wei&szlig;t der Gr&uuml;ntee im Gegenzug einen signifikant h&ouml;heren Katechinanteil auf. Da Antioxidanzien laut wissenschaftlichen Erkenntnissen entz&uuml;ndungshemmend wirken k&ouml;nnen, ist der Konsum von Tees oder von entsprechend Tee-Extrakt haltigen Supplementen durchaus &uuml;berlegenswert.<br \/> <strong>Guarana<\/strong><br \/> Die anregende Wirkung von Guarana kannten bereits die Ureinwohner S&uuml;d- und Mittelamerikas, die das br&auml;unliche Pulver, das aus den Samen und den Fr&uuml;chten der gleichnamigen Pflanze gewonnen wird, unter anderem f&uuml;r rituelle Zwecke einsetzten. Guarana wird in der Industrie nicht nur als Stimulanz, sondern auch als geschmackstragende Komponente eingesetzt, da das Pulver ein leicht fruchtiges Aroma aufweist. Der gr&ouml;&szlig;te Vorteil des leicht in Wasser l&ouml;slichen Pulvers ist jedoch, dass es seine Wirkung nicht auf einen Schlag entfaltet, sondern gleichm&auml;&szlig;ig &uuml;ber viele Stunden hinweg. Dies hat zur Folge, dass sich beispielsweise die Herzfrequenz bei gleicher Dosierung nicht derart drastisch erh&ouml;ht, wie im Fall des herk&ouml;mmlichen Koffeins. F&uuml;r besonders sensitive Menschen schlagen im Zuge des Konsums also weniger unangenehme Nebeneffekte wie Herzrasen oder Rastlosigkeit zu Buche. Wer beispielsweise auf einen kurzen aber heftigen Koffeinkick verzichten kann, sondern darauf aus ist, die Leistungsf&auml;higkeit des zentralen Nervensystems &uuml;ber bis zu acht Stunden hinweg zu optimieren, sollte es alternativ einmal mit Guarana versuchen.<br \/> <strong>Kaffee-Extrakt<\/strong><br \/> Was im Bereich der Teesorten gilt, beh&auml;lt seine G&uuml;ltigkeit selbstredend auch im Fall des Kaffees. Kaffee-Extrakte werden in der Regel aus den rohen Kaffeebohnen oder alternativ aus der ganzen Kaffeefrucht extrahiert. &Auml;hnlich wie die vorhin erw&auml;hnten Tee-Extrakte enthalten auch die Kaffee-Extrakte neben dem nat&uuml;rlichen Koffein, die der synthetisch hergestellten anhydrischen Koffeinform im Bezug auf die leistungssteigernden Eigenschaften bis ins Detail gleichen, unterschiedlichste Antioxidanzien, die die entsprechenden gesundheitsf&ouml;rderlichen Eigenschaften mit sich bringen. Wenn du also explizit darauf achten m&ouml;chtest, eine nat&uuml;rliche Koffeinquelle zu nutzen zu wollen, solltest du wenn m&ouml;glich zu Kaffee-Extrakt greifen, respektive zu entsprechenden Boostern greifen. Auf dem Etikett werden Kaffee-Extrakte mitunter auch unter dem Namen Coffea arabica oder Purecaf angegeben. &nbsp;&nbsp;<br \/> <strong>Kola<\/strong><br \/> Die Kolanuss diente schon im 19. Jahrhundert dem US-amerikanischen Brausekonzern Coca-Cola als Koffeinlieferant f&uuml;r seine braune Limonade, die damals noch als Medizin &uuml;ber die Ladentheke wanderte. Heute allerdings hat sich der Kola-Extrakt weitgehend aus der Lebensmittelindustrie verabschiedet, was jedoch nicht bedeutet, dass er g&auml;nzlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden w&auml;re. Insbesondere Unternehmen, die auf naturbelassene Zutaten achten, setzen zunehmend auch auf den Extrakt der Kolanuss. Wissenschaftliche Studien mit Nagetieren und Kaninchen belegen &uuml;berdies, dass die Kolanuss durchaus als potente Koffeinquelle taugt, da sich kaum signifikante wirkungstechnische Unterschiede zu synthetisch hergestelltem Koffein feststellen lassen. Die Kehrseite der Medaille ist allerdings, dass hohe Dosen von beispielsweise 1,5 Milligramm pro Kilogramm K&ouml;rpergewicht und Tag zumindest bei Ratten zu einer Verringerung der Spermaproduktion sowie des Testosteronspiegels f&uuml;hrten. Es ist also empfehlenswert, nicht ausschlie&szlig;lich auf Kola-Extrakt als Koffeinquelle zu setzen. &nbsp;<br \/> <strong>Mate&nbsp;<\/strong><br \/> Die letzte Koffeinquelle, der wir uns zuwenden wollen, ist die Matepflanze, die in unseren Breiten in Form von Tees immer beliebter wird. &Auml;hnlich wie vergleichbare Tee-Extrakte beinhaltet auf der Mate-Extrakt neben der eigentlichen Stimulanz zahlreiche Antioxidanzien und sekund&auml;re Pflanzenstoffe, die entz&uuml;ndungshemmend wirken und einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte haben k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus zeigten gro&szlig; angelegte Untersuchungen, dass die Einnahme vier bis sechs Milligramm &uuml;ber einen Zeitraum von drei Wochen nicht nur eine h&ouml;here Fettverbrennung, sondern auch eine messbare Z&uuml;gelung des Appetits nach sich zog. Problematisch an Mate-Extrakten ist allerdings die Tatsache, dass der Koffeingehalt je nach Produkt zwischen zwei und f&uuml;nfzig Prozent schwankt. Um unangenehme &Uuml;berraschungen zu vermeiden empfiehlt es sich dementsprechend Mate nur erg&auml;nzend und ausschlie&szlig;lich in Form von Tee zu konsumieren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, wenn wir behaupten, dass Koffein f\u00fcr viele Menschen hierzulande zum t\u00e4glichen Leben geh\u00f6rt, wie die Luft zum Atmen.<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":2219,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"slim_seo":{"title":"Unser t\u00e4glich Koffein - Was du \u00fcber die unterschiedlichen Koffeinquellen wissen solltest - FitNFemale\u00ae","description":"Es ist mit Sicherheit kein Geheimnis, wenn wir behaupten, dass Koffein f\u00fcr viele Menschen hierzulande zum t\u00e4glichen Leben geh\u00f6rt, wie die Luft zum Atmen."},"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[120],"class_list":["post-2218","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-ernahrung","tag-lebensmittel"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2218"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2218\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2219"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fitnfemale.com\/deu\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}