Anhand dieser 6 Anzeichen erkennst du, ob dein Hormonhaushalt gestört ist

Wenn du dich ständig abgeschlagen und antriebslos fühlst und von deinem eigentlich abenteuerlustigen Charakter oft nicht mehr viel übrig bleibt, ist guter Rat teuer. Die Ursache ist prinzipiell aber weitaus naheliegender, als du vielleicht denkst, denn in der Regel sind genau dies die typischen Symptome für einen durcheinandergeratenen Hormonhaushalt. Damit du erkennst, dass deine Passivität tatsächlich auf einen gestörten Hormonhaushalt zurückzuführen ist, möchten wir dir sechs klassische Symptome vorstellen.


Was ist eigentlich der Hormonhaushalt?

Ebenso wie der Blutkreislauf, der Atemkreislauf und der Energiekreislauf gehört auch der sogenannte Hormonhaushalt zu den großen Kreislaufsystemen im menschlichen Organismus. Dieser spezielle Kreislauf übernimmt mit Hilfe chemischer Substanzen, der Hormone, zahlreiche wichtige Aufgaben, wie das Wachstum, die Geweberegeneration, die Aufrechterhaltung der Verdauung, die Steuerung des Tag-Nacht-Zyklus sowie die körperlichen Reaktionen auf äußere Einflüsse wie Stress. Bei den Hormonen handelt es sich um chemische Botenstoffe, die in Organen wie der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse, der Nebennierenrinde oder in bestimmten Arealen des Gehirns gebildet werden. 

Gelangen diese Hormone in den Blutkreislauf, docken sie an dafür vorgesehene Rezeptoren an und übermitteln damit ein Signal an den Organismus, eine bestimmte Reaktion auszulösen beziehungsweise einen spezifischen Stoffwechselvorgang anzustoßen. Wie stark die jeweilige Reaktion auf die über 40 derzeit bekannten Hormone ausfällt, hängt nun von deren Konzentration im Blut ab. Weicht die Blutkonzentration einzelner oder gleich mehrerer Hormone stark von den Normwerten ab, kann es mitunter zu unerwünschten körperlichen und psychischen Reaktionen kommen. In diesem Fall spricht man von einem gestörten Hormonhaushalt, der sich je nach Hormon unter anderem anhand der folgenden Symptome offenbart.


Symptom 1 - Heißhunger
Wenn du häufiger extrem starken Hunger verspürst, der sich vor allem auf Süßes fokussiert, kann dies ein deutliches Symptom für eine hormonelle Dysfunktion sein. Im Speziellen ist der Heißhunger auf eine Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse zurückzuführen, die im Organismus für die Produktion der Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin verantwortlich ist. Da diese Hormone dafür verantwortlich sind, den Insulingehalt im Blut zu regulieren, führt eine Schieflage hinsichtlich der Blutkonzentration dazu, dass dein Körper nach Zucker giert, da das vermehrt ausgeschüttete Insulin den bereits im Blut gelösten Zucker viele schneller als üblich verstoffwechselt respektive an seinen Bestimmungsort im Organismus leitet.

Symptom 2 - Haarausfall

Dünnes Haar und unregelmäßiger Haarausfall sind oftmals ein völlig normales Phänomen, das sich häufig während des Menstruationszyklus abspielt. Hält dieser Zustand jedoch länger an und bilden sich dazu beispielsweise noch Geheimratsecken, könnte das Phänomen ein Anzeichen für einen gestörten Hormonhaushalt sein. Ursächlich ist dabei in der Regel das Hormon Dihydrotestosteron, kurz DHT. Dieses Hormon ist in erster Linie für die Körperbehaarung verantwortliche und wird unter Zuhilfenahme von speziellen Enzymen aus dem männlichen Sexualhormon Testosteron synthetisiert. Ist die Blutkonzentration dieses Hormons zu hoch, reagieren die Haarwurzeln darauf und fallen oftmals aus. Es handelt sich also um den gleichen Prozess, der viele Männer mit zunehmendem Alter kahl werden lässt. Glücklicherweise ist die sogenannte androgenetische Alopezie bei Frauen deutlich schwächer ausgeprägt.

Symptom 3 - Gewichtszunahme
Da über das bereits angesprochene Hormon Insulin sowohl der Hunger als auch der Energiestoffwechsel reguliert werden, ist es naheliegend, dass auch die Aufrechterhaltung eines gesunden Körpergewichts vom Hormonhaushalt abhängig ist. Während der durch den erhöhten Insulinwert getriggerte Heißhunger nur ein oberflächliches Symptom ist, hat die Schieflage im Insulinhaushalt weitaus weitreichendere Folgen. Denn ist der Insulinspiegel dauerhaft erheblich zu hoch, führt dies unweigerlich zu einer Resistenzbildung im Organismus. Im Klartext bedeutet dies, dass der vermehrt aufgenommene Zucker nicht mehr vernünftig verstoffwechselt werden kann. Stattdessen setzt sich dieser im Körper fest und führt dauerhaft zu einer mitunter enormen Gewichtszunahme. Gegensteuern kannst du vor allem, indem du versuchst, deinen Zuckerkonsum zu reduzieren, indem du beispielsweise Süßigkeiten meidest und anstelle von Weißmehlprodukten zur jeweiligen Vollkornvariante greifst.

Symptom 4 - Abgeschlagenheit
Auch für dieses Symptom ist abermals eine Störung im Insulinhaushalt verantwortlich, denn das Hormon kann in einer entsprechenden Blutkonzentration auch Müdigkeit, Trägheit und Abgeschlagenheit hervorrufen. Dies geht auf die Tatsache zurück, dass der erhöhte Blutzuckerwert infolge der Insulinresistenz einen negativen Einfluss auf das sogenannte Wachhormon Orexin hat. Ist die Zuckerkonzentration im Blut zu hoch, wird die Orexinsynthese gebremst, sodass dich ein ständig präsentes Müdigkeitsgefühl überkommt.

Symptom 5 - Schlafstörungen
Du leidest des Öfteren unter Schlafstörungen oder hast es nachts schwer einzuschlafen? Dann könnte dies an einem Ungleichgewicht im Östrogenhaushalt liegen, denn das weibliche Sexualhormon ist auch für die Schlafregulation verantwortlich. Diese setzt allerdings erst einen Teufelskreis in Gang, zumal der mangelnde Schlaf den Körper wiederum in Stress verfallen lässt, was sich anhand der Ausschüttung des Stresshormons Cortisol manifestiert. Dieses wiederum senkt nochmals die Schlafqualität. Östrogen ist jedoch nicht der einzige Einflussfaktor, denn auch ein zu niedriger Serotoninspiegel kann Symptome wie Ruhelosigkeit verursachen. Besonders typisch für dieses hormonelle Ungleichgewicht sind zusätzliche Symptome wie starkes Schwitzen vor dem Zubettgehen, unwillkürliche Muskelzuckungen oder sogar ein deutlich spürbarer Schüttelfrost.

Symptom 6 - Verdauung
Unsere Verdauung wir vornehmlich von den drei Hormonen Secretin, Gastrin und Cholecystokinin beeinflusst. Diese Hormone dienen in einem normal funktionierenden Hormonhaushalt zur Stimulation des Verdauungsvorgangs, sodass die aufgenommenen Nahrungsmittel in Makro- und Mikronährstoffe zerlegt werden können, damit sie über den Blutkreislauf zu ihrem Bestimmungsort im Organismus gelangen. Leidest du unter einer langsamen Verdauung, unregelmäßigem Stuhlgang oder länger anhaltenden Blähungen, können auch dies Symptome für einen gestörten Hormonhaushalt sein.


Fazit

Die Zahl der möglichen Symptome ist mindestens so vielfältig wie die Menge der unterschiedlichen Hormone nebst deren Wechselwirkungen. Damit können die vorgestellten Symptome lediglich als Anhaltspunkt nicht aber zum Zweck der hieb- und stichfesten Selbstdiagnose dienen. Spätesten dann, wenn mehrere der genannten Symptome über längere Zeit anhalten, solltest du dich an deinen Hausarzt wenden. Ein dort angefertigtes Blutbild verschafft in der Regel Klarheit, sodass du gezielte Gegenmaßnahmen einleiten kannst.


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