Die 3 Körperbautypen - welcher bist du?

Der Begriff Somatotyp, zu deutsch Körperbautyp, mag sich nicht besonders spannend anhören und erinnert doch eher an die dunkelsten Stunden aus dem Biologieunterricht als an etwas Praxisrelevantes aus dem Bereich des Fitnesssports, doch genau an dieser Stelle steckt der Teufel im Detail, denn der Körperbautyp ist ein entscheidender Faktor, der großen Einfluss auf unsere körperliche Entwicklung hat. Um etwa so effektiv wie möglich trainieren zu können, kann es also durchaus hilfreich sein, zu wissen, welchem der drei Grundkörpertypen der eigene Organismus entspricht.


Das Missverständnis mit den Körpertypen

Du hast sicherlich schon bemerkt, dass nicht jeder Mensch mit den gleichen körperlichen Voraussetzungen in das Rennen um den athletischsten Körper zu gehen scheint. Dies liegt auch klar auf der Hand, wenn wir uns einmal im Detail anschauen, welche große Varianz der die Evolution uns Menschen im Bezug auf unser Erscheinungsbild zumisst. Während die einen mit breiten massiven Knochen ausgestattet sind und somit bereits von Natur aus kräftig wirken, gibt es auch die anderen, die zwar schlank sind aber Zeit ihres Lebens tendenziell hager bleiben. Insbesondere der letztgenannte Aspekt lässt den Schluss zu, dass sich die Klassifikation nicht ausschließlich auf das anatomische Grundgerüst, sondern auch auf die stoffwechseltechnische Komponente zu beziehen scheint, da es scheinbar Menschen mit einem markanten Körperbau gibt, die entweder dazu neigen, sehr schnell zunehmen oder sich damit ganz im Gegenteil extrem schwer tun. Und in der Tat lässt der Körperbau eines Menschen Rückschlüsse auf dessen Stoffwechseltyp zu, also überspitzt gesagt, ob jemand ein guter oder ein schlechter Futterverwerter ist. Gerade wenn es darum geht, sportliche Erfolge zu erzielen, rechtfertigen viele Sportlerinnen ihre Misserfolge mit ihrem Körperbautyp, also im Grunde genommen mit ihren genetischen Voraussetzungen. Eine solche Argumentation ist zwar naheliegend, aber in der Praxis nicht mehr als eine faule Ausrede, die die Wissenschaft in den vergangenen Jahren bereits entlarvt hat. Der Körpertyp oder viel mehr der Stoffwechseltyp eines Menschen ist in Wahrheit zwar eine evolutionäre Tendenz aber in keinster Weise in Stein gemeißelt, was unter dem Strich bedeutet, dass du unabhängig von deinem Körpertyp alle deine Ziele erreichen kannst, solange du nur die richtigen Maßnahmen ergreifst und dich nicht mit deinem scheinbaren Schicksal abfindest. Die Identifikation des eigenen Körpertyps ist damit eine Grundvoraussetzung für deine Training- und Ernährungsplanung.


Ektomorph - Der schlanke Körpertyp

Dieser Körpertyp wird von uns Frauen zugegebenermaßen beneidet, da die betreffenden Ladys scheinbar essen können, was sie wollen, ohne dabei auch nur ein Gramm zuzunehmen. Dabei birgt exakt diese Konstellation für den Fitnesssport die schwierigsten Startbedingungen. Zwar zeichnet sich der ektomorphe Körpertyp durch einen schnellen und verschwenderischen Stoffwechsel und dementsprechend einen geringen Körperfettanteil aus, hat es im Gegenteil aber auch sehr schwer, an Muskulatur zuzulegen, was insbesondere dann zum Problem wird, wenn wir unserem Körper mit Hilfe des Krafttrainings eine sportliche Silhouette verleihen möchten. Weitere Kennzeichen für den ektomorphen Körpertyp kannst du der folgenden Auflistung entnehmen und damit ebenfalls feststellen, ob du auch in diese Kategorie fällst und sowohl dein Training als auch deine Ernährung daran anpassen solltest.

Merkmale ektomorpher Körpertypen
- große Körpergröße
- kleiner Brustkorb
- lange und dünne Extremitäten
- schmale Schulter
- eine flache Brust
- kurzer Oberkörper
- filigrane Hände und Füße
- dünnes Haar
- geringer Körperfettanteil
- wenig Muskelmasse

Was kann ich als ektomorpher Körpertyp tun?
Schlanke Körpertypen sind aufgrund ihrer Muskelfaserzusammensetzung in der Regel geborene Ausdauersportler, haben es durch ihren schnellen Stoffwechsel aber schwer, an Muskelvolumen zuzulegen. Wenn dies also dein Ziel ist, liegt der Schlüssel zum Erfolg vor allen Dingen in der Ernährung. Erhöhe sukzessive deine Kalorienzufuhr mit Hilfe von Lebensmitteln, die eine hohe Energiedichte aufweisen, um dann zu beobachten, wie sich deine Körperkomposition ändert. Vermeide es im Rahmen deines Trainings zudem, zu große Mengen an Energie durch ein hohes Trainingsvolumen zu verbrennen. Setze stattdessen auf kurze aber intensive Trainingseinheiten.


Mesomorph - Der athletische Körpertyp

Der mesomorphe Körperbautyp ist so etwas wie der feuchte Traum jedes Sportlers, stellt er doch sowohl für Männer als auch für Frauen die besten Grundvoraussetzungen bereit, um einen bis in die letzte Faser austrainierten Körper zu bekommen, ohne dabei auf allzu große Hindernisse zu stoßen. Dieser Idealtyp zeichnet sich durch eine vergleichsweise große Menge an natürlich vorhandener Muskulatur bei gleichzeitig kaum vorhandenem Körperfett aus, was sich auch auf der stoffwechseltechnischen Ebene widerspiegelt. Unter dem Strich hat es der athletische Typ also sowohl im Rahmen des Fettabbaus als auch im Zuge des Muskelaufbaus am einfachste, sodass im Grunde genommen keine gesonderten Maßnahmen zur Trainings- und Ernährungsanpassung vonnöten sind, die über allgemeingültige Empfehlungen hinausreichen.  Ob auch du von der Evolution mit diesem unschätzbaren Vorteil ausgestattet worden bist, kannst du anhand der folgenden Liste erkennen:

Merkmale mesomorpher Körpertypen
- X-Form respektive Sanduhr-Form
- breite Schultern
- breite Hüften
- langer Oberkörper
- großer Brustkorb
- von Natur aus kräftig
- geringer Körperfettanteil, der sich in der Regel an der Hüfte konzentriert
- dickes Haar
- große Hände und Füße


Endomorph - Der stämmige Körpertyp

Unter dem stämmigen Körpertyp, der gerne auch als Softgainer bezeichnet wird, leiden wir Frauen zugegebenermaßen am meisten, denn jede Kalorien scheint trotz Sport unmittelbar auf unseren Rippen zu landen. Und tatsächlich ist dies nicht nur eine subjektive Vermutung, sondern Realität, denn der endomorphe Körpertyp ist ein extrem effizienter Futterverwerter. Was vor allem in Zeiten, in denen wir noch als Jäger und Sammler durch die Steppen Afrikas streiften, noch ein Vorteil war, bringt uns heute zur Verzweiflung, denn der stämmige Typ neigt nicht nur dazu, leicht Körperfett anzusetzen, sondern lässt es auch nur sehr schwer wieder los. Um dem von Natur aus eher kräftigen und runden Körperbild entgegenzuwirken, sind daher einige Anpassungen in puncto Training und Ernährung notwendig. Anhand dieser Merkmale kannst du feststellen, ob auch du es mit einem endomorphen Körpertyp zutun hast:

Häufige Merkmale des endomorphen Körpertyps
- rundliche Erscheinung
- kurze Gliedmaßen
- vergleichsweise hoher Körperfettanteil
- tendenziell geringere Körpergröße
- hat Probleme beim Abnehmen
- rundes Gesicht
- nimmt schnell zu
- breite Schultern
- breite Hüfte

Was kann ich als endomorpher Körpertyp tun?
Als klassischer endomorpher Körpertyp hast du zumindest den Vorteil auf deiner Seite, dass du ein konventionelles Krafttraining betreiben kannst. Das war es dann aber auch schon mit den Vorteilen, denn du musst insbesondere deine Energiebilanz im Auge behalten, um nachhaltig abzunehmen, respektive im Rahmen des Muskelaufbaus nicht allzu sehr an Körperfett zuzulegen. Der Fokus sollte also darauf liegen, dass du im Bereich der Ernährung ein konsequentes Ernährungstagebuch führst, um eventuelle Einflüsse auf dein Körpergewicht analysieren und im Fall der Fälle gegensteuern zu können. Süßigkeiten und andere besonders fett- und zuckerhaltige Lebensmittel solltest du darüber hinaus ebenso vermeiden. Zusätzlicher Ausdauersport ist zudem eine gute Möglichkeit, um den Stoffwechsel auf Trab zu halten.


Welcher Körpertyp bist du?

Natürlich handelt es sich bei den drei Körpertypen um die Extrembeispiele, die in natura nicht unbedingt in ihrer Reinform vorliegen. Wenn du also beurteilen möchtest, welchen Körpertyp du hast, ist es sehr wahrscheinlich, dass du zu den zahlreichen Mischtypen gehörst, die unterschiedliche Merkmale aufweisen. Diesbezüglich solltest du anhand der Tatsache urteilen, welche Merkmale besonders dominant sind und am ehesten in Richtung eines der drei Körpertypen tendieren. Auf dieser Basis ist es dir dann möglich, dein Training und deine Ernährung gemäß deiner persönlichen Zielsetzung anzupassen. Nichtsdestotrotz bedarf es auch nach der prinzipiellen Einstufung in regelmäßigen Abständen immer wieder einer Kontrolle, um auf Nummer sicher zu gehen. Denke daran, du kannst alles erreichen, wenn du es nur willst!


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