Wassereinlagerungen während der Menstruation - Das kannst du dagegen tun

Du bist nicht allein. Wassereinlagerungen während der Menstruation sind weit verbreitet.

Prämenstruelles Syndrom

In der Medizin gibt es mehrere Bezeichnungen für das vermehrte Einlagern von Flüssigkeiten bei Frauen, die ansonsten völlig gesund sind. Am häufigsten wird die Bezeichnung "prämenstruelles Syndrom" verwendet, da die Beschwerden hauptsächlich in den Tagen vor der Menstruation auftreten. Bei den meisten Frauen machen sich die ersten Ödeme bereits kurz nach dem Eisprung bemerkbar. Wie lange die Wassereinlagerungen bleiben, ist von Person zu Person verschieden. Während einige Damen nur in den Tagen vor der Periode mit ihnen zu kämpfen haben, leiden andere Frauen bis zu zwei Wochen (inkl. der Periodenphase).
Gänzlich geklärt sind die Ursachen nicht. Aus diesem Grunde werden die Einlagerungen während der Periode zyklisch-idiopathische Ödeme genannt. Die gleichen Beschwerden können auch nahezu unabhängig von der Menstruation auftreten (u. a. bei feucht-warmem Wetter), weshalb der neutrale Ausdruck Flüssigkeitsretensions-Syndrom gleichermaßen korrekt ist.


Warum kommt es zu unerwünschten Wassereinlagerungen während der Menstruation?

Als zentrale Ursache für die Ödeme wird eine erhöhte Durchlässigkeit der Kapillarwand für Eiweiß angesehen. Da auf diese Weise Flüssigkeit und Eiweiß ins Bindegewebe austritt, kommt es in den Blutgefäßen zu Mangelerscheinungen. Darauf reagiert der Körper unmittelbar und produziert gleich eine ganze Reihe an Hormonen (Angiotensin, ADH, Renin, Aldosteron). Diese haben allesamt den gleichen Effekt und halten das Körperwasser sowie das Kochsalz zurück. Dadurch wird die Ausscheidung verringert und der Durst erhöht. Trotz einer hohen Flüssigkeitszufuhr scheiden viele Frauen in dieser Phase zu wenig aus. Die eiweißreichen Ödeme befinden sich aber noch im Bindegewebe und können nicht optimal vom Lymphgefäßsystem abtransportiert werden. In der Folge nehmen die Einlagerungen langsam aber stetig zu. Ursächlich sind die weiblichen Sexualhormone. Insbesondere das Verhältnis von Östrogenen zu Gestagenen (u. a. Progesteron). Hast du viel Östrogene im Körper, wirkt sich das maßgeblich auf deinen Wasserhaushalt aus. Sie erhöhen die Zirkulation der Flüssigkeitsmenge und schwächen die Pumpeigenschaft der Lymphdrüsen. Zudem erhöhen sie den Anteil einiger Hormone im Blut, die das Wasser zurückhalten (Aldosteron, Renin und Angiotensin).


Welche Beschwerden treten auf?


Sehr unangenehm sind quälende Kopfschmerzen sowie in vielen Fällen auch Beschwerden in der Bauchgegend (Blähungen, Völlegefühle, vermehrte Darmtätigkeit inkl. Geräusche, Verstopfung, etc.). Häufig ist der untere Bauch leicht gewölbt. Die meisten Frauen beklagen sich zudem darüber, in dieser Phase ständig abgeschlagen und müde zu sein. Häufig kommt es auch zu einem Absinken des Blutdrucks sowie zu Benommenheits- und Schwindelgefühlen.
Daneben macht den Frauen vor allem das Anschwellen der betroffenen Regionen zu schaffen. Insbesondere die Augenpartien und die Wangen sehen dann so aus, als hättest du tagelang durchgefeiert und dabei ausreichend Alkoholisches zu dir genommen. Zudem können die Finger so dick werden, dass die Ringe schmerzen sowie die Brüste spannen. Zum Abend hin fühlst du es in den Oberschenkeln.  
Letztlich machen sich die Wassereinlagerungen auf der Waage bemerkbar. Die Spanne liegt hier zwischen 1 und 10 kg.
Oftmals treten Fehler in der vegetativen Regulation des Körpers auf, was die folgenden Symptome mit sich bringen kann:

-    Blutdruckschwankungen
-    erhöhter Hang zum Frieren oder Schwitzen
-    Durchfall
-    Verstopfung
-    Heißhungerattacken
-    Übelkeit
-    Schlafstörungen

Die Beeinträchtigungen sind sehr unterschiedlich. Manche Frauen fühlen sich nur nicht ganz wohl, können ansonsten aber einem normalen Alltag nachgehen. Andere Frauen sind derart stark betroffen, dass sie unter starker Reizbarkeit und sogar unter Depressionen leiden. Selbst die kleinsten Dinge sind zu viel. Ein einziges Wort kann schon eine heftige Reaktion auslösen.
Spätestens nach der Periode setzt eine vermehrte Ausscheidung der Flüssigkeit ein. Die Ödeme verschwinden wieder und mit ihnen die Nebenwirkungen.


Was kannst du dagegen tun?

Ein guter Tipp: Nimm Kalzium-Tabletten ein. Sie verbessern die Symptomatik nachhaltig, während sie selbst vernachlässigbare Nebenwirkungen aufweisen. Lass die Finger von Entwässerungsmitteln. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um pharmazeutische Produkte oder natürliche Mittel wie z. B. Brennnesseltee handelt.
Frauenärzte gaben früher vielen Frauen, die sich in einer vergleichbaren Lage befanden, den Rat, möglichst auf Salz zu verzichten. Die Begründung lag darin, Salz würde das Blut dicker machen und es den Venen so erschweren, die Extremitäten zu versorgen. Klinische Studien haben diesen Ansatz eindeutig widerlegt. Du kannst deine Speisen wie gewohnt würzen.
Andere alte Hausrezepte waren Kartoffel- oder Reistage. Das ist völlig falsch. Solche Maßnahmen sind ungesund und unwirksam. Sie können die Flüssigkeitsanhäufungen nicht verhindern.

Wie kannst du wirkungsvoll gegen die Wassereinlagerungen vorgehen?
1. Ernährung:
An erster Stelle steht deine Ernährung. Sie sollte ausgewogen sein und viel Gemüse enthalten.
2. Wasser:
Dein besonderer Fokus muss auf deinem Flüssigkeitshaushalt liegen. Trink möglichst viel. Das mag auf den ersten Blick ein Widerspruch sein, aber das genaue Gegenteil ist der Fall. Nur wenn dein Organismus ausreichend Flüssigkeit erhält, kann er seine Mechanismen bestmöglich durchführen. Wasser ist das Transportmittel schlechthin. Bist du dehydriert, können z. B. abgebaute Fettzellen oder Ödeme nicht richtig ausgeschwemmt werden. Wasser ist dein Treibstoff für so gut wie alle Vorgänge in deinem Körper. Diese wichtige Eigenschaft hat nichts mit den Flüssigkeitseinlagerungen zu tun.  
3. Entlastung der Beine:
Lagere deine Beine so oft wie möglich hoch. Vermeide es, längere Zeit zu stehen. Wenn du sitzt, sollten deine Füße höher als dein Becken liegen. Dieser Tipp ist vor allem nachts wichtig, damit du während des Schlafs den Rückfluss des Blutes und der angestauten Einlagerungen bestmöglich unterstützen kannst.  
4. Stützstrümpfe:
Zieh gleich am Morgen Stützstrümpfe oder Stützstrumpfhosen an. Sie vermindern das Absacken des Blutes in die Beine.
5. Bewegung:
Auch wenn es schwerfällt, du musst dich regelmäßig bewegen. Spaziergänge, moderates Radfahren und der Schwangerschaftssport schlechthin - Schwimmen - sind empfehlenswert. Durch den Aufenthalt im Wasser kann dessen hydrostatischer Druck die Ödeme zurückdrängen.
6. Wechselbäder:
Duschen und Bäder mit abwechselnden Wassertemperaturen fördern die Durchblutung. Anschließend ist eine Bürstenmassage ratsam.


Wie oft und wie lange treten die Ödeme auf?

In den meisten Fällen beginnen die Probleme in der Pubertät oder in den ersten Erwachsenenjahren. Zudem können Frauen, die bis dahin nie Ödeme gehabt hatten, nach einer Schwangerschaft Wassereinlagerungen bekommen. Im Allgemeinen ist mit den Wechseljahren alles vorbei. Bis zu vier von zehn Frauen haben in dieser Zeit leichte bis schwere Beschwerden.


Fazit

Du wirst es nicht verhindern können, aber mit den richtigen Mitteln kannst du die Leidenszeit angenehmer gestalten. Letztlich kannst du deinen Hormonhaushalt nicht beeinflussen. Er ist auch ein Teil deiner Persönlichkeit.



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