Training während der Periode: Das solltest du wissen

Wenn es etwas gibt, das dich allmonatlich wahrhaftig von deinem Training abhalten kann, dann ist es deine Periode mit all ihren Begleiterscheinungen. Es ist nur allzu verständlich, wenn du bei den ersten Anzeichen den Weg ins Gym gar nicht erst antrittst und deinen Tag stattdessen mit einer Tüte Chips und einigen Folgen deiner Lieblingsserie im Bett verbringen möchtest. Allerdings ist das auf lange Sicht natürlich nicht sonderlich effektiv. Deshalb erfährst du im Folgenden alles, was du über das Training während deiner Periode wissen musst.


Es kommt darauf an, wie du trainierst

Versteh uns bitte nicht falsch, aber die Hauptsache ist, dass du deinen Hintern aus dem Bett bewegst, denn jede Art von Training ist auch während der Periode besser als gar kein Training. Und damit noch nicht genug, denn je intensiver dein Workout sich gestaltet, desto besser ist es für dich. Das klingt natürlich recht merkwürdig. Allerdings gibt es dafür eine einfache Erklärung, denn durch die hohe Intensität wird die Ausschüttung von Glückshormonen wie Endorphin angekurbelt. Diese Hormone fördern aber nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern wirken auch den negativen Begleiterscheinungen der Menstruation entgegen, sodass sich das Unwohlsein und eventuelle Schmerzen deutlich reduzieren.

Ein weiterer Grund, warum du ein intensives High Intensity Intervall Training einer Yoga-Session vorziehen solltest, ist die der Sexualhormone Progesteron und Östrogen, deren Blutkonzentration während der Periode am geringsten ist. Wichtig ist dies vor allem aufgrund der Tatsache, da dein Körper Kohlenhydrate deutlich besser in Form von Muskelglykogen speichern kann, wenn sich die Blutkonzentration der entsprechenden Hormone auf einem durchschnittlichen beziehungsweise überdurchschnittlichen Niveau befindet.


Cardio-Training ist während der Periode besser als Krafttraining

Wenn es dein Hauptanliegen ist, die negativen Begleiterscheinungen der Periode abzuwenden, dann solltest du während deiner Trainingswoche deutlich mehr Zeit mit Cardio-Training als mit Hanteltraining verbringen. Studie belegen, dass es eine direkte Verbindung zwischen aeroben Belastungen und dem Auftreten der typischen PMS-Symptome gibt. Während die Stärke der Symptome durch regelmäßiges Cardio-Training also nachweislich abnimmt, konnten die Wissenschaftler keine bedeutsame Verbindung zwischen anaeroben Belastungen wie dem Krafttraining und der Abnahme der PMS-Symptome feststellen. Da deine Körpertemperatur während der Periode zudem etwas geringer ist, neigst du während sportlicher Belastung deutlich weniger schnell zur Überhitzung, was bedeutet, dass sich selbst ein intensives Intervalltraining deutlich leichter anfühlt.


Reduziere deine Beschwerden

Auch wenn du die Beschwerden der ersten Zyklus-Tage mit Hilfe von intensivem Training nicht gänzlich eliminieren kannst, so kannst du dennoch einige andere Symptome deutlich lindern. So führt das vermehrte Schwitzen beispielsweise dazu, dass dein Körper überflüssiges Wasser während der Periode vermehrt ausscheidet, anstatt dieses vermehrt in das Gewebe einzulagern. Eine im Crescent Journal of Medical and Biological Sciences bestätigt in diesem Zusammenhang eine deutliche Reduktion von unangenehmen PMS-Symptomen wie Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Brustschmerzen durch drei intensive Trainingseinheiten pro Woche.


Erhöhte Verletzungsanfälligkeit ist ein Mythos

Viele Sportlerinnen gehen noch immer davon aus, dass das Training während der Periode mit einer erhöhten Verletzungsanfälligkeit einhergeht, und vermeiden daher intensive Einheiten. Das ist allerdings falsch, denn wie Studien belegen, besteht das höchste Verletzungsrisiko, das durch Hormonschwankungen entscheidend mit beeinflusst wird, nicht während der Periode, sondern typischerweise im Zeitraum zwischen dem neunten und dem vierzehnten Tage des 28-Tage-Zyklus. Aber auch dieses Risiko lässt sich durch gezieltes Koordinationstraining um rund die Hälfte reduzieren, sodass es sich ebenfalls lediglich im durchschnittlichen Bereich befindet. Damit steht einer ausgedehnten HIIT-Einheit also nichts im Wege.

Pausieren solltest du allerdings, wenn deine Blutungen so stark sind, dass dein Kreislauf in Mitleidenschaft gezogen wird. In einem solchen Fall sind hochintensive Trainingseinheiten natürlich Gift für deinen Körper.


Deine Performance verschlechtert sich während der Periode nicht

Unter dem Strich lässt sich damit also mit wenigen Ausnahmen festhalten, dass kein Grund für die Annahme besteht, dass du während deiner Periode ein schlechteres Training hast. Belegt wird diese Tatsache durch eine Studie der University of West Virginia, welche die Leistung von Läuferinnen in der ersten und zweiten Hälfte des Menstruationszyklus untersuchte und dabei in puncto Leistungsfähigkeit keinen Unterschied feststellen konnte. Also, worauf wartest du noch?


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